Mobilfunk in Füssen 

Forum fordert neues Gutachten

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Stephanie Zeller

Füssen – Das neu gegründete „Mobilfunk Forum Füssen“ fordert eine aktive Suche nach Alternativstandorten für die Mobilfunkstandorte Eschach und Füssen-West durch unabhängige Sachverständige. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, kündigte die Vereinigung eine Unterschriftenaktion an. 

Mit Unterschriftenaktion sollen Bürgermeister und Stadtrat aufgefordert werden, „ein Gutachten für eine aktive Alternativstandortsuche für Eschach und Füssen West in Auftrag zu geben“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wie mehrfach berichtet, stellt eine Sendeanlage in Eschach zum Ende des Jahres ihren Betrieb ein und wird abgebaut. Nach langem Hin und Her haben sich Stadtverwaltung, Landratsamt und Telekom nun auf die beiden Alternativstandorte Galgenbichl bei Füssen und Fischerbichl in Hopfen geeinigt (der Kreisbote berichtete am Samstag). „Ich bin zufrieden mit den Standorten“, sagte dazu Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Nun müssen noch die entsprechenden Bauanträge gestellt werden. 

Die Suche nach einem Standort in Füssen-West ist darüber hinaus nach Angaben der Stadtverwaltung vonseiten der Telekom eingestellt worden. Der Provider Vodafone werde wohl folgen. Das Mobilfunk Forum Füssen fordert dagegen eine Suche nach Alternativstandorten durch einen unabhängigen Gutachter. „Die Stadt hat bisher die Alternativstandorte begutachten lassen, die in Absprache mit den Betreibern infrage kämen“, kritisiert Forums-Sprecherin Stephanie Zeller. „Es wird bezweifelt, dass dies die einzigen möglichen und strahlungsärmsten Standorte sind.“ Um der Forderung nach einem unabhängigen Gutachter Nachdruck zu verleihen, plant das Mobilfunk Forum nun eine Unter-schriftenaktion. 

In der Stadtverwaltung widerspricht man dieser Darstellung allerdings. Sämtliche Suchen nach neuen Standorten für Sendeanlagen seien in enger Absprache sowohl mit den Providern als auch mit Dr. Peter Nießen vom Kölner EMF-Institut erfolgt, erläuterte Hauptamtsleiter Andreas Rist auf Nachfrage des Kreisboten. Ziel sei immer gewesen, die Strahlenbelastung für die Bürger so gering wie möglich zu halten. Einfach einen Gutachter beauftragen, losschicken und irgendwo suchen lassen, sei weder zielführend noch finanzierbar. „Die Stadt hat da eine andere Vorgehensweise“, sagte Rist. „Die Ergebnisse zeigen, dass das nicht der falsche Weg ist!“ 

Neben der Standortsuche durch einen unabhängigen Gutachter fordert das Mobilfunk Forum eine Fortsetzung und Aktualisierung des 2006 im Rahmen des „Allgäuer Zweckverbandes“ in Auftrag gegebenen Mobilfunkkonzeptes. „Durch ein Mobilfunkversorgungskonzept kann eine funktionierende Mobilfunk-versorgung bei möglichst geringer Strahlenbelastung sichergestellt werden“, so die 2. Forumssprecherin Regine Schienbein. Matthias Matz

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