MEC Ostallgäu lädt zur Jubiläumsausstellung nach Füssen

"Kein Mauerloch"

+
Er baut für die Jubiläumsschau des Clubs am Tunnel: Karl Döbel, früher Eisenbahner im gehobenen Dienst, steuert fürs Jubiläum „40 Jahre MEC“ in Füssener mehrere Ideen bei.

Füssen – Der pensionierte Bahnbeamte Karl Döbel aus Rückholz legt sich in diesen Tagen fürs Jubiläum seines Clubs ins Zeug: Vor 40 Jahren hat der Modelleisenbahnclub Ostallgäu/Außerfern (MEC Ostallgäu) in der Region mächtig Fahrt aufgenommen.

Erneut ist die Anlage um ein paar Attraktionen gewachsen. Davon und was speziell der Bastler Döbel dazu beigesteuert hat, können sich Besucher, am Freitag, 6. Januar, und Samstag, 7. Januar, jeweils von 10 bis 17 Uhr bei der Jubiläumsausstellung in der Von-Freyberg-Straße unter dem Füssener Jugendzentrum anschauen. 

Der Eingang ist am Gebäude – einer früheren Druckerei – rechts. Hier ging Karl Döbel in den verbleibenden Tagen 2016 ein und aus, ohne seine Clubkameraden zu treffen. „Ich arbeite allein, um nicht abgelenkt zu werden“, sagt er beim Besuch des Kreisbote. Er hat sich viel vorgenommen und kann dem Club versprechen, zum Vereinsjubiläum „40 Jahre MEC“ pünktlich fertig zu sein.

Besucher dieser faszinierenden Bahnwelt in klein können sich am Feiertag Heilige Drei Könige und dem direkt darauf folgenden Samstag Bauten von Döbel anschauen. Dazu zählt, wie er erklärt, ein Abenteuerspielplatz, den er im Wohnhaus in Rückholz gebastelt hatte. Dieser wird seinen Platz auf der großen Anlage in Füssen finden. Dazu gehört auch ein Tunnelportal, beileibe „kein Mauerloch“, sagt Döbel. Es handle sich um eine „Überbauung“. 

Währen der Zement trocknet, nimmt uns der Modelleisenbahnfreund, Jahrgang 1948, auf eine Rückfahrt in seine Kindheit in Freiburg im Breisgau mit. „Als Bub war ich fasziniert von den sogenannten Weihnachtsanlagen. Es war früh klar, dass ich für die Bahn arbeiten würde.“ Der junge Schwarzwälder schaltete eine elektrische Ausbildung vor und startete danach im technischen DB-Dienst. 

Stationen seiner beruflichen Laufbahn hatten ihn auch ins Saarland geführt. „Ich war auch als Ausbilder tätig und daher mit dem deutsch-französischen Azubi-Austausch befasst“, wie Döbel einen Höhepunkt seines Berufslebens skizziert. Von seiner lieben Frau ließe er sich ins Allgäu „locken“. 

Sie kauften ein Haus und er siedelte über dem Wohnzimmer seine riesige Modelleisenbahnanlage mit einem Hochofen an. Jugendliche sind aktiv Zum Club kam er „ganz zufällig, weil ich ein Ausstellungsplakat entdeckt hatte und mit Vereinsmitgliedern bei meinem Besuch dieser Schau schnell ins Gespräch kam.

 Jetzt bin ich hier schon 22 Jahre Mitglied“, erzählt er in der Arbeitspause. „Zu unserem 40-Jährigen muss etwas getan werden“, meinte Döbel vor einiger Zeit und erhielt dafür vom Vorstand des Clubs grünes Licht. „Unsere Mitglieder sind voller Engagement. Idee werden Schritt für Schritt umgesetzt“, sagt der Clubvorsitzende Stefan Kattler.

 Seit 1977 beschäftige sich der Verein mit dem Bau und Betrieb von Modelleisenbahnen. Im Club Ostallgäu/Außerfern sind neben Senioren vor allem auch Jugendliche aktiv. Der Modelleisenbahnbau fasziniert ebenfalls Mädchen, wie ein Wettbewerb zeigte. Es gab eine Siegerin. 

cf

Auch interessant

Meistgelesen

Video
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Parkettböden - Wohngefühl und Lebensqualität
Fit für erholsamen Schlaf
Fit für erholsamen Schlaf
In den Startlöchern
In den Startlöchern
Ein "gewaltiger Rückgang"
Ein "gewaltiger Rückgang"

Kommentare