Neues MRT-Gerät wird im Rahmen einer Feier übergeben

Neue Technik für das Füssener Krankenhaus

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Patienten brauche keine Angst vor der Röhre haben: Die Untersuchungen – hier der Blick in den neuen MRT-Schaltraum an der Klinik Füssen – dauern oft zwölf und in speziellen Fällen bis zu 40 Minuten.

Füssen – Dem Team am Füssener Krankenhaus steht mit einem neuen MRT-Gerät ab sofort weitere moderne Medizintechnik zu Verfügung. „Sehr schnell und zuverlässig“, wie Dr. Christian Kulke aus Kaufbeuren auf Nachfrage des Kreisbote betonte, sind fachärztliche Diagnosen dank eines neuen Geräts möglich, das an der Klinik in einem eigenen Raum installiert wurde.

Insgesamt 1,2 Millionen Euro hat die Facharztpraxis für Radiologie in Kaufbeuren investiert, um nach Kaufbeuren auch direkt an der Klinik Füssen die Magnetresonanztomographie (MRT) vornehmen zu können, wie Kulkes Kollege Dr. Ferdinand Bauer erklärte. Mit Hilfe der MRT – besser bekannt als Kernspintomographie – „lassen sich in kurzer Zeit eindrucksvolle Schichtaufnahmen nahezu jeder Körperregion anfertigen“, so Kulke. „Wir setzen keine Röntgen- oder radioaktive Strahlen bei der Untersuchung ein, sondern ein starkes Magnetfeld.“ 

Die zu untersuchenden Patienten sind nach Angaben der Kaufbeurer Radiologen in etwa zwischen zwölf und 40 Minuten „in der Röhre“. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, haben sich die Fachärzte nach eigenen Angaben „eng miteinander vernetzt“. Ein besonderes Lob galt den Handwerkern und Technikern. „Alles lief termingerecht“, freute sich Bauer in seiner kurzen Ansprache. 

Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) sorgte bei der MRT-Feierstunde im Casino des Krankenhauses nach der Begrüßung der großen Gästeschar durch Kliniken-Vorstandsvorsitzende Ute Sperling für Heiterkeit, als sie abschließend sagte: „Ich wünsche dem Gerät ein langes Leben.“ Nach der in einer Rekordzeit von rund drei Monaten bewältigten Installation des Geräts, das nach Angaben von Facharzt Bauer allein einen Wert von einer Million habe, laufen seit Anfang 2019 bereits regelmäßig die Untersuchungen im MRT-Schaltraum. 

Wie Bauer gegenüber unserer Zeitung weiter erklärte, sind es derzeit in Kaufbeuren täglich 25 Patienten, die mit Hilfe dieses Gerät schonend untersucht werden. Der Kaufbeurer Facharzt meinte vom Kreisbote auf die im Gerät notwendig zu verbringende Zeit angesprochen: „Die angebliche Angst vor der Röhre ist im Gunde die Angst vor der Diagnose.“ Dann wies er auf die Vorteile hin, die sich durch eine „schnelle und sichere Diagnose“ gewinnen lassen, etwa bei einem möglichen Schlaganfall. 

Ohne Strahlen

Die MRT sei eine Untersuchung, „die ohne Röntgenstrahlen auskommt“. 

Deshalb könne die MRT, falls notwendig „bedenkenlos mehrfach angewendet werden“. Die Untersuchungsmethode basiert auf starken magnetischen Feldern, mit denen bestimmte Atomkerne im Körper angeregt werden. „Im Magnetresonnanztomographen wird ein sehr starkes Magnetfeld aufgebaut“, erläuterte Bauer den Gästen der offiziellen Füssener MRT-Eröffnungsveranstaltung. Aus diesem Grund schauten die Teilnehmer lediglich durch die Tür in den MRT-Schaltraum. 

Gäste wie Gerda Bechteler vom Krankenhausförderverein, Uschi Lax (CSU) aus dem Bezirkstag oder der Kaufbeurer OB Stefan Bosse (CSU) traten folglich nicht an das Gerät heran, wie es ansonsten bei der Vorführung moderner Medizintechnik immer der Fall ist. 

In Füssen, wie weiter zu hören war, steht jetzt ein etabliertes bildgebendes diagnostisches Verfahren zur Verfügung, das auch gezielt eingesetzt wird, um Prostatakrebs im Frühstadium zu erkennen. Damit sei nach den vielen Neuerungen an der Klinik im Zeitraum der vergangenen drei Jahre ein „wichtiger Baustein“ hinzugekommen, betonte die Landrätin. „Füssen ist als Standort für die Zukunft gut aufgestellt“, sagte Zinnecker und nahm das nächste mögliche Event in den Blick: die Eröffnung des neuen Bettenhauses werde noch heuer erfolgen. 

cf

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