Burgenmuseum wird neu eröffnet

"Wie aus einem Guss"

+
Bürgermeister Manfred Kössel, Landrätin Maria Rita Zinnecker und Dr. Alois Kling als Vertreter des Burgenvereins bei der Wiedereröffnung des Burgenmuseums.Fotos: Finger

Eisenberg – In völlig neuem Gewand und mit modernster 3D-Technik erscheint ab sofort das Burgenmuseum Eisenberg in Zell: Nach über einjähriger Bauzeit eröffnete der Burgenverein das Kleinod jetzt im Rahmen einer kleinen Feierstunde wieder für das Publikum.

Das alte Erscheinungsbild sei einfach in die Jahre gekommen, so Dr. Alois Kling vom Burgenverein Eisenberg anlässlich der Wiedereröffnung. Das alte Konzept mit möglichst vielen Exponaten in Vitrinen stammte noch aus der Zeit Anfang der 80er Jahre. 

Das jetzige Museum verfolge dagegen ein ganz anderes, neuzeitliches Konzept, erläuterte Kling. Um jedes Exponat werde jetzt eine Geschichte erzählt und alles in einen geschichtlichen Kontext gestellt. Unverkennbar sei hier die Handschrift von Dr. Michael Zeune zu erkennen, der die Gemeinde bei der Umsetzung des ganzen Projekts begleitete und sein Fachwissen überall mit einfließen lassen konnte. 

Das Museumskonzept entspreche nun neuestem Standard, so Zeune, und brauche sich auch im Vergleich mit anderen Museen wie beispielsweise Reutte nicht zu verstecken. 

„Die hellen, großen Räume laden in ihrer Neugestaltung geradezu zum Verweilen und Betrachten der Exponate ein“, freute sich Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) bei der feierlichen Wiedereröffnung. „Das ist jetzt alles wie aus einem Guss. Sie erinnerte daran, dass die Neueröffnung im Rahmen des EU-Leader Projekts „Burgenland Allgäu“ finanziell gefördert worden sei. Das Museum mit eigenem Videoraum sei jetzt auf der Höhe der Zeit. 

Modernste Technik

Durch die Förderung können künftig auch neue Medien wie neueste Video-Animationstechnik eingesetzt werden. In einem 3D-Film soll sich eine Familie virtuell auf eine Zeitreise durch die verschiedenen Bauphasen der beiden Burgen Hohenfreyberg und Eisenberg begeben. Der Film soll in Überblendung an insgesamt zehn verschiedenen Standorten die jeweils reelle Ansicht und die rekonstruierte Ansicht wiedergeben. 

Das wäre alles ohne die Fördermittel aus dem Leader Projekt so nicht möglich gewesen, betonte Eisenbergs Bürgermeister Manfred Kössel. Sein Dank galt auch dem Museums- und Burgenverein Eisenberg, der in zahlreichenn Arbeitsstunden das Museum mitgestaltet hat. „Das kommt dabei raus, wenn alle zusammen am gleichen Strang ziehen“, betonte der Bürgermeister. „Ein wirklich bemerkenswertes Ergebnis!“

rf

Auch interessant

Meistgelesen

Alles im Lack
Alles im Lack
"Handschrift der Männer"
"Handschrift der Männer"
Zu zweit unterm Baum
Zu zweit unterm Baum
Haus in der Schrannengasse soll in die Höhe wachsen
Haus in der Schrannengasse soll in die Höhe wachsen

Kommentare