Osteuropäer hatten Schwarzarbeit auf Messe geplant

Bundespolizei verhindert bei Füssen Schleusung von Schwarzarbeitern

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Diesen Transporter stoppt die Bundespolizei am freitag bei Füssen. Die Moldauer wollten in Hannover schwarz auf einer Messe arbeiten.

Füssen – Am Freitagmorgen hat die Bundespolizei eigenen Angaben zufolge eine Schleusung auf der A7 bei Füssen gestoppt. Ein Rumäne soll demnach versucht haben, fünf Moldauer zur Schwarzarbeit nach Deutschland zu bringen. Die Bundespolizisten wiesen die unerlaubten Arbeiter im Anschluss nach Österreich zurück.

Die Kemptener Bundespolizisten stoppten dem Bericht zufolge am Grenztunnel Füssen einen Transporter mit italienischer Zulassung. Im Fahrzeug befanden sich neben dem rumänischen Fahrer noch fünf moldauische Staatsangehörige. 

Alle Fahrzeuginsassen konnten zwar die für die Einreise nach Deutschland erforderlichen Ausweisdokumente vorzeigen. Als die Beamten jedoch genauer nachfragten, stellte sich heraus, dass die Reisegruppe auf dem Weg nach Hannover war, um dort als Messebauer zu arbeiten. Für die Arbeitsaufnahme in Deutschland hätten die Moldauer jedoch im Gegensatz zum rumänischen Fahrer eine Arbeitserlaubnis benötigt.

Die Schutzbehauptung dreier Männer, dass sie mittlerweile neben der moldauischen auch die rumänische Staatsangehörigkeit besäßen, konnten die Bundespolizisten widerlegen. Weiterhin fanden die Beamten Notizbücher, die unter anderem Eintragungen zu Arbeitsorten und -zeiträumen enthielten, diverse Werkzeuge, Arbeitskleidung sowie Stahlkappenschuhe. 

Der rumänische Fahrer händigte zudem seinen Arbeitsvertrag für die Messe in Hannover aus. Diesem war jedoch noch eine Hotelbuchung für sechs Personen beigefügt. Die Moldauer räumten daraufhin ein, seit 2017 regelmäßig in Italien, den Niederlanden sowie Deutschland der Schwarzarbeit nachgegangen zu sein.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entließen die Bundespolizisten den mutmaßlichen Schleuser und wiesen die fünf Moldauer nach Österreich zurück. Aufgrund des Verdachtes der Schwarzarbeit informierten die Bundespolizisten zudem zuständigkeitshalber das Hauptzollamt Augsburg.

kb

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