Appell der Veranstaltungsbranche

"Night of light" – Ludwigs Festspielhaus unterstützt Solidaritätsaktion

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Aus Solidarität mit der gesamten Veranstaltungsbranche erstrahlt das Festspielhaus am Montagabend in leuchtendem Rot.

Füssen - Am Montag leuchtete auch das Festspielhaus Füssen von 22 bis 1 Uhr rot. Damit zeigte sich die Geschäftsleitung um Theaterdirektor Benjamin Sahler und Geschäftsführerin Birgit Karle solidarisch mit der gesamten Veranstaltungsbranche.

Diese initiierte die Aktion „Night of light“, die bundesweit auf die wirtschaftlich bedrohliche Lage in der Kulturbranche aufmerksam machen will. Bereits rund 5000 Firmen und Theater in Deutschland sind bei der Aktion dabei. Somit wurden über 5000 Kulturstätten Montagnacht rot erleuchtet.

Quasi über Nacht wurde einer ganzen Branche die Arbeitsgrundlage entzogen. Das hatte und hat gravierende Folgen nicht für die Veranstaltungshäuser, sondern auch die ganzen Beschäftigten rund um die Kultur. Theaterleiter Benjamin Sahler fürchtet „um die einzigartige Vielfältigkeit der deutschen Kulturlandschaft“. Er und sein Mitarbeiterteam erklären sich mit den Künstlern, Kollegen und Zulieferern aus der gesamten Veranstaltungsbranche solidarisch. Die Aktion will ein Zeichen setzen und gleichzeitig einen flammenden Appell an die Politik zur Rettung der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft richten. 

Laut den Initiatoren der Aktion ist die Veranstaltungsbranche inklusive Kultur und Kreativwirtschaft, die zweitgrößte Branche in Deutschland. Rund 2,5 Millionen Beschäftigte erwirtschaften hier ca. 250 Mrd. Euro pro Jahr. Ziel der Aktion „Night of Light“ ist es die Größe und Vielfältigkeit dieses Wirtschaftszweiges sichtbar machen. Das Festspielhaus stehe aktuell noch verhältnismäßig gut da, sagt Sahler. „Zum einen durch die Erfolge der letzten Jahre und die dadurch aufgebauten starken Netzwerke sowie das gewonnene Vertrauen der Partner und zum anderen natürlich durch die finanzielle Rückendeckung des Inhabers Manfred Rietzler werden wir die Corona Krise kurzfristig gut überstehen“. 

Dennoch hofft Sahler weiterhin auch auf finanzielle Unterstützung durch die Politik, um dem Theater auch langfristig eine sichere und zukunftsfähige Perspektive geben zu können. Das Festspielhaus Füssen bietet nach wie vor Solidaritätsgutscheine an, welche besonders flexibel für Tickets zu Eigenproduktionen (Ludwig2, Der Ring, Die Päpstin und Zeppelin - das Musical) eingesetzt werden können.

kb

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