Felix Brunner veröffentlicht Biographie

Felix Brunner: Der Horizont ist nicht das Ende

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Felix Brunner bei einem seiner Vorträge.

Ostallgäu – Felix Brunners Biographie „Aufwachen – Der Horizont ist nicht das Ende“ ist jetzt beim 5 Sterne Verlag erschienen.

Darin geht es um die Geschichte des Behindertensportlers und Motivationsexperten, um seine Familie, die Einstellung zum Leben und wie er den schweren Unfall, der sein Leben für immer verändert hat, verarbeitet hat. 2009 wäre Felix Brunners Leben beinahe vorbei gewesen. Damals war der Allgäuer 19 Jahre alt, machte eine Ausbildung zum Krankenpfleger und war als aktiver Bergretter bei der Bergwacht Bayern (Bereitschaft Füssen) in seiner Freizeit fast täglich in den Bergen unterwegs. 

So auch am 17. Januar 2009: Auf dem Rückweg von einer Eiskletter-Tour in den Tiroler Bergen stürzte Brunner 30 Meter tief in ein Bachbett. Es folgten 13 Monate auf der Intensivstation, davon acht Monate im künstlichen Koma. Er wurde mehr als 60 Mal operiert. Dabei bekam er 800 Blutkonserven, um am Leben zu bleiben. Seine Verletzungen waren so stark, dass die Ärzte seine Eltern auf den Tod ihres Sohnes vorbereiteten. Doch Felix Brunner kämpfte – und überlebte. Heute sitzt er zwar im Rollstuhl. 

Doch trotz Handicaps ist er ein begeisterter Sportler: Im Sommer 2014 überquerte er mit seinem Handbike die Alpen. 480 Kilometer mit 12.000 Höhenmetern legte er von Füssen bis nach Riva am Gardasee zurück. Als erster Rollstuhlfahrer überhaupt gelang ihm diese Transalp mit seinem Handbike auf zum größten Teil unasphaltierten Wegen. Aktuell fährt der Allgäuer ambitioniert Monoski. Daneben schloss er 2016 sein Sportmarketing-Studium erfolgreich ab und tourt durch Deutschland als 5-Sterne-Motivationsredner. „Mein Leben ist heute mindestens so schön wie vor dem Unfall“, sagt Brunner. Seine Geschichte erzählt er anderen gerne, um sie zu motivieren. „Motivation ist der Zündfunke des Lebens“, sagt er.

Seine Biographie hat er für ihn einzigartigen Menschen gewidmet: „Ohne sie würden schwer Verunglückte, wie ich es war, chronisch Erkrankte oder Krebspatienten, keine Überlebenschance haben. Allen engagierten Blutspendern gilt mein herzlicher Dank.“

kb

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