Show "Comedy meets Motivation" kommt gut bei Zuschauern an

Keine Angst vorm Scheitern

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Coach trifft auf Komiker: Für ihre gemeinsame Show im Schlossbrauhaus ernten Felix Brunner (rechts) und Chris Boettcher großen Beifall.

Schwangau – Zwei Könner ihres Fachs haben jetzt gut 200 Besuchern im Schlossbrauhauses Schwangau viel Information und lustige Unterhaltung geboten, als es dort „Comedy meets Motivation“ hieß. Dabei präsentierten Motivationstrainer Felix Brunner und Komiker Chris Boettcher ihr Können.

So ermunterte der Motivationstrainer Felix Brunner die Zuschauer sicher nicht nur dazu, neugierig auf das zu sein, womit der Komiker Chris Boettcher nach der Pause die Lachmuskeln des Publikums strapazierte. Und während der Comedian dem Coach hinterher noch dabei half, dessen neues Buch „Aufwachen! – Der Horizont ist nicht das Ende“ zu verkaufen, mussten beide auch zahlreiche Autogramme geben.

Der junge Mann aus Hopferau, der seit einem Bergunfall im Rollstuhl sitzt, hatte seinen Vortrag unter das Motto „Scheitern oder Chance? – Du entscheidest“ gestellt. Dabei sprach Brunner über „ein Tabuthema in unserer Gesellschaft“, als das er das Scheiterns bezeichnete und hinzufügte: „Das ist ein Riesenproblem.“ Schließlich seien Niederlagen etwas völlig Normales im Leben und „eine wunderbare Chance für etwas Neues“. Daher könne es keinen Erfolg geben, wenn es nicht auch die Möglichkeit gäbe, eine Niederlage zu erleiden. 

Mit Leichtigkeit zum Erfolg 

Erfolg gelinge jedoch nur „durch Leichtigkeit“, unterstrich Brunner. Und die erreiche nur, wer sich im Klaren darüber sei, dass er verantwortlich für sein eigenes Handeln ist. Als Erfolgsfaktoren zählte Brunner dabei die „Leidenschaft, Beziehungen, Zufriedenheit und Neugierde“ auf. Schließlich rief er den Zuschauern zu: „Wir dürfen vor dem Scheitern keine Angst haben“ und „bleibt neugierig!“ 

Das waren die Besucher denn auch auf den Auftritt von Boettcher. Dieser warnte sie gleich ironisch zu Beginn seiner Comedy-Show, dass er sie wieder runterbringen würde, nachdem ihre Stimmung von Brunner mit jeder Menge Optimismus sozusagen in die Höhe getrieben worden sei. Was daraufhin folgte, war jedoch ein sehr leuchtendes Feuerwerk an Pointen und großartigen Parodien von Prominenten. 

Nachdem niemand im Publikum zugab, „dass Heino ihm gefällt“ oder, dass er von Angie Merkel träumt, bekamen nicht nur der Schlagersänger und die Bundeskanzlerin ganz dick ihr Fett ab, sondern unter anderem auch US-Präsident Donald Trump und Altstar Franz Beckenbauer. 

Drei Musiker in einer WG 

Den ließ Boettcher zum Beispiel „Gute Freunde, die kann man kaufen“ singen. Und während er am Klavier auch seine musikalische Klasse unter Beweis stellte, ließ Boettcher Udo Lindenberg, Peter Maffay und Herbert Grönemeyer nicht ungeschoren davonkommen, die er gerne mal in einer WG zusammen gesehen hätte. So brachte er das Publikum schnell und häufig zum Lachen, bevor es in einen Song einstimmte, den Boettcher in oberbayerischem Dialekt sang. Dessen Refrain lautete: „In der Pubertät werd der Mensch unendlich bled.“

Alexander Berndt

Das Buch „Aufwachen! – Der Horizont ist nicht das Ende“ von Felix Brunner ist im 5-Sterne-Verlag erschienen. Es hat knapp 140 Seiten und kostet 19,99 Euro.

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