MU Ostallgäu fordert Ende des Lockdowns

MU Ostallgäu kritisiert Söders Corona-Politik

Fußgängerzone von füssen
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Lockdown bedeutet leere Innenstädte, wie hier in Füssen. Leere Innenstädte bedeuten massive wirtschaftliche und existenzielle Nöte. Daher fordert die MU Ostallgäu ein Ende des Lockdowns.

Landkreis - Die Kritik an der umstrittenen Corona-Politik von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wächst auch in den eigenen Reihen: die Mittelstands-Union Ostallgäu schließt sich jetzt der Forderung des Landesvorstands der Mittelstands-Union (MU) nach einem Ende des Lockdowns und einer verantwortungsvollen Öffnungsstrategie an. Der Landesvorstand hatte am Dienstag in einem Vorstandsbeschluss kritisiert, dass der Lockdown die Wirtschaft, Staatsfinanzen, Bildung sowie die gesamte Gesellschaft in ihrem Zusammenhalt in einem einmaligen historischen Ausmaß belaste.

Der Landesvorsitzende der MU und frühere CSU-Wirtschaftsminister, der Allgäuer Landtagsabgeordnet Franz Pschierer, habe die „volle Unterstützung“ der MU Ostallgäu, wenn er eindringlich vor den wirtschaftlich und finanziell nicht mehr zu bewältigenden Folgen warnt, sollte der „Lockdown“ anhalten oder sogar verschärft werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Ostallgäuer MU-Vorsitzenden Dr. Thomas Jahn.

Jahn bezeichnet den Lockdown als ungeeignet. Vielmehr müssten gezielte Schutzkonzepte für Risikogruppen entwickelt werden. „Die zu Jahresbeginn 2021 veröffentlichten Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass etwa 95 Prozent der Covid-19-Todesfälle die Altersgruppe ab 60 Jahren betreffen“, schreibt Jahn Darüber hinaus sind seit Anfang Februar die positiv getesteten Fallzahlen, vor allem auch im Allgäu, stark rückläufig.

„Wie die aktuellen Zahlen des RKI belegen, sind ‚Lockdowns‘ bezogen auf die Gesamtbevölkerung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens völlig ungeeignet“, so der Ostallgäuer MU-Vorsitzende weiter. „Viel wichtiger wäre es stattdessen, die Schutzkonzepte auf die eigentliche Risikogruppe, also Menschen ab dem 60. Lebensjahr zu konzentrieren.“ Angesichts der stark rückläufigen Infektionsgeschehens sei es darüber hinaus völlig unverhältnismäßig und rechtlich unhaltbar, die gesamte Bevölkerung weiterhin mit Ausgangssperren zu belegen.

Jahn kritisiert weiter, dass es vor dem Hintergrund sinkender Inzidenz-Werte unverantwortlich sei, „wenn Politiker wie Angela Merkel, Markus Söder oder Karl Lauterbach der arbeitenden Bevölkerung und der wirtschaftlichen Lebensbasis unseres Landes mit einem Endlos-Lockdown jedwede Zukunftsperspektive nehmen“.

Der Widerstand in der Union gegen diese als alternativlos dargestellte Politik von Angela Merkel und Markus Söder wachse stetig. „Neben der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), der MU und der WerteUnion schließen sich nach meiner Wahrnehmung auch immer mehr Abgeordnete in CDU und CSU auf Bundes- und Landesebene der Kritik an dieser verfehlten Politik an“, so Jahn. Er hoffe, dass sich endlich auch mehr Kommunalpolitiker der CSU diesem notwendigen Widerstand im Interesse der Zukunft des Landes anschließen.

kb

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