Neue Ausstellung

Füssener Museum zeigt Gemälde von Else Hertzer

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Im kleinen Kreis: Der Leiter des Museums der Stadt Füssen, Dr. Anton Englert (rechts), und Bürgermeister Maximilian Eichstetter (Mitte) lauschen den Erläuterungen von Mathias Tietke zur Ausstellung „Wiederentdeckt: Else Hertzer (1884-1978)“.

Füssen – Else Hertzer hat vor fast 100 Jahren Füssen und seine Umgebung bereist und dabei Aquarellen geschaffen. Diese Werke werden nun zum ersten Mal in der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung "Wiederentdeckt: Else Hertzer (1884-1978) gastiert bis 6. September im Museum der Stadt Füssen. 

Mathias Tietke und Dr. Anton Englert ist die aktuelle Ausstellung im Museum der Stadt Füssen zu verdanken. So hat sich der Berliner Publizist im Zuge seiner Recherchen zu seinem Buch „99 besondere Seiten für Wittenberg“ vor einigen Jahren an den Leiter des städtischen Museums gewandt, um diesen auf eine aus seiner Heimatstadt Wittenberg stammende Künstlerin aufmerksam zu machen.

Bei einem Rundgang – „eine Art Privatführung durch das Werk einer besonderen Künstlerin“, so Museumsleiter Dr. Anton Englert – durch die Ausstellung „Wiederentdeckt: Else Hertzer (1884–1978)“ stellte Tiekte vergangene Woche unter anderen Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) mehr als 50 Werke der Malerin vor, die noch bis zum 6. September in fünf Räumen und dem barocken Kreuzgang des ehemaligen Klosters St. Mang zu sehen sind. 

Angefangen bei einem als Kohlezeichnung angefertigten Selbstporträt von 1911 über eine Bleistiftzeichnung von 1930 sowie weiteren Kohlezeichnungen aus den fünfziger Jahren bis hin zu Bildern aus dem Jahre 1974 zeigt die Exposition in Füssen etwa die Hälfte aller im Besitz Tietkes befindlichen Werke Hertzers. 

Zu ihren künstlerischen Höhepunkten zählen darüber hinaus zahlreiche farbkräftige Aquarelle. Neben von 1923 bis 1928 in der Alpenregion entstandenen Gemälden sind darunter auch mehrere 1922 in Füssen kreierte Bilder. Diese dokumentieren nach Einschätzung Tietkes eindrücklich Hertzers starkes Interesse für die Natur. Ergänzt wird Hertzers Werkschau von Bildern aus fast sieben Jahrzehnten durch zwei Aquarelle von Gabriel Münter in Füssen. 

"Toll zu sehen" 

Nach Einschätzung von Füssens Bürgermeister Eichstetter sind wohl insbesondere die Gemälde „Blick auf Füssen“, „Säuling“, „Gewitterstimmung über Füssen“, „Baumgruppe vor rosa Gipfel (Die Schlicke bei Füssen)“ und „Franziskanerkirche in Füssen“ für die Bürger der Lechstadt „toll zu sehen“. 

Er bedankte sich für das „Privileg, dass wir das hier in Füssen ausstellen dürfen.“ Detaillierte Informationen über die Künstlerin und ihre Werke erhalten Interessierte schließlich bei einer Finissage am letzten Ausstellungstag, bei der Mathias Tietke noch einmal Hertzers Werk eingehender vorstellen will. Ergänzend dazu wird der Katalog „Else Hertzer – Die Vielseitige“ angeboten, der für 16 Euro im Museum der Stadt Füssen zu kaufen ist.

Info: 

Die Ausstellung „Wiederentdeckt: Else Hertzer (1884-1978)“ ist bis zum 6. September dienstags bis sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr im Museum der Stadt Füssen an der Lechhalde 3 zu sehen.

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