Museumsverein: Jahrbuch 2008

Im Mittelpunkt der 35.Generalversammlung des Museumsvereins Bezirk Reutte stand die Vorstellung des Jahrbuchs 2008, das mit 240 Seiten genau doppelt so stark ist wie das erstmals herausgebrachte für das Jahr 2006. Zentrales Thema mit Beiträgen von 10 Autoren ist dieses Mal das Zwischentoren, aber auch das weitere Außerfern fand seinen Niederschlag.

Der verantwortliche Schriftleiter Klaus Wankmiller stellte die einzelnen Beiträge vor, die den weiten Bogen von der Geschichte der Kunstschlosserfamilie Guem aus Lermoos über das ehemals römischen Verkehrsdreiecks Breitenwang/Reutte, Füssen und Vils bis zur Erforschung des Reuttener Wappens reicht. In seinem Tätigkeitsbericht konnte Museumsvereins-Obmann Ernst Hornstein von einer ganzen Reihe an Aktivitäten berichten: Umfangreiche und hochwertige Ausstellungen vor Ort, Fahrten zur Ausstellung „Barockes München" und zur Basilika nach Ottobeuren und im Rahmen der „Samstagkultur“ zur Wieskirche sowie zu einem Besuch des “Sturm“-Hauses in Füssen waren nur einige Höhepunkte eines abwechslungsreichen Vereinsjahres. Guten Zuspruch fand der monatliche Jugendklub im Museum, an dem über 300 Kinder und Jugendliche teilnahmen und erfreulich war auch die Zuerkennung des Museumspreises 2008 durch das Land Tirol, der in Kürze in Empfang genommen werden kann. Als Folgeprojekte für 2009 nannte er die Erstellung des Dokumentationszentrums Außerfern/Allgäu, die Einführung eines Kulturmanagements sowie die Neugestaltung im "Grünen Haus". Museumsleiterin Birgit Ihrenberger zählte im vergangenen Jahr rund 1500 Museumsvereins Besucher. Gute Resonanz fanden die Ausstellungen „Paul Zeiller“ mit 530 und "Lebendiger Dialog mit dem Tod" in der Seitenkirche der Pfarrkirche Breitenwang im Rahmen des Internationalen Totentanzkongresses mit verschiedenen Totentänzen und 600 Besuchern. Zufriedenstellende Besucherzahlen waren auch in der neuen Bücherei, die dem Museumsvereinsverein angegliedert ist, zu verzeichnen. Leiterin Sonja Kofelenz berichtete von über 3200 Besuchern und über 3700 Ausleihungen. Insgesamt werden dort rund 6500 Medien angeboten. In kurzen Worten schilderte Dr. Sigrid Linser von den Arbeiten im Rahmen der Flurnamen Forschung, die zwar nicht immer ganz einfach sind, aber nach ihren Worten besonders durch die Teamarbeit interessant und lehrreich gestalten.

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