Volle Hütte in Pfronten

Neonfarben und deutsche Texte

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Bei der Schlagershow „Ich will Spaß“ von Espen Nowacki wird das Publikum musikalisch und modisch in die 80er Jahre zurück versetzt.

Pfronten – Das, was kürzlich im ausverkauften Pfrontener Pfarrheim St. Nikolaus der jüngsten Schlagershow „Ich will Spaß“ von Espen Nowacki vonstatten ging, war fast wie eine Wiedergeburt.

Die Neue Deutsche Welle feierte dabei eine heitere Auferstehung, während auf der Bühne Nowacki und seinen Kollegen Monika Staszak, Marlou Düster, Stefan Tolnai und Chris Green, das Publikum gut 30 Jahre zurück in die 80er Jahre versetzte. 

Vermutlich amüsierten sich die rund 300 Zuschauer des ausgeflippten Treibens dabei nicht allein deshalb, weil es für sie ein durchaus gelungen inszenierter Rückblick bedeutete. 

Eine Reise in die eigene Jugendzeit, mit jeder Menge Partys und die in der Erinnerung oft als unbeschwert empfunden wird. „Ich will Spaß“ war von Anfang an eine Hommage an die Hochzeit der bundesdeutschen Popkultur. 

Manche Songs fungierten dabei nicht als „Gute-Laune-Macher”, sondern spiegelten die damalige Stimmung der Verunsicherung und des „Null Bock” wider. 

Dementsprechend bekamen die immer wieder begeistert mitklatschenden und singenden Besucher unter anderem ein Wiederhören und -sehen mit „Fred vom Jupiter“ und „Kurt, ganz ohne Helm und Gurt“ geboten. Die Hits der 80er wie „99 Luftballons“, „Karl, der Käfer“ sowie „Der goldene Reiter“ sollten möglicherweise wiederum zum Nachdenken anregen. 

Mit blauer Punkerfrisur, Dauerwelle, Leggings, Ballonseidenjacke, Cowboystiefeln und teils ekstatischen Tanzszenen unterstrichen die mal solo und mal zu zweit, dritt, viert oder komplett agierenden fünf Protagonisten die gesellschaftliche und politische Atmosphäre. 

Dabei handelte es sich um die Zeit der Regierung von Bundeskanzler Helmut Kohl sowie der noch Bestehenden Trennung der Bundesrepublik von der DDR. Es wurde angepackt wie bei „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt“ von Geier Sturzflug und wie beim „Skandal um Rosie“ der Spider Murphy Gang gab es auch damals skandalöse Themen. 

Während demgegenüber von Spliffs „Spaghetti Carbonara“ geträumt wurde, oder davon, einfach Gas zu geben und der sorglosen Devise „Ich will Spaß“ von Markus zu huldigen. Mit bundesdeutschem Pop begeisterte die Schlagershow seine Gäste.

lex

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