Wertacher "Helfer vor Ort" benötigen dringend ein neues Fahrzeug

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Das Team von „Helfer vor Ort“ um Tanja Göster (v.l.), Jana Gertheinrich, Bereitschaftsleiter Winfried Tichacek, Daniela Schimek, Lisa Bühler, Reinhold Bühler und August Maul.

Wertach – Die „Helfer vor Ort“ (HvO) sind in Nöten: Ihr Einsatzfahrzeug hat mit 80.000 Kilometern auf dem Buckel einen kapitalen Motorschaden erlitten. Eine Reparatur würde rund 8000 Euro kosten – was sich nicht mehr lohnt. Ein zuverlässiges Ersatzauto muss jetzt her, weshalb die Helfer um Spenden bitten.

Als vor zehn Jahren der Krankenwagen in Wertach durch die zuständigen Behörden wegrationalisiert wurde, war die Enttäuschung der Rotkreuzler riesig groß. Sie wollten hinschmeißen. Nach gründlicher Überlegung, beschlossen sie aber, einen „Helfer vor Ort-Standort“ in Wertach zu etablieren und stehen seit dieser Zeit der Bevölkerung an 365 Tagen rund um die Uhr kostenlos zur Verfügung. Ihre Aufgabe ist es, die entscheidende Zeit bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes zu überbrücken.

Schnelle adäquate Hilfe ist es, die bei vielen Verletzungen oder Erkrankungen oft über das weitere Wohl und Wehe des Betroffenen entscheidet. Gerade bei starken Blutungen, Bewusstlosigkeit, Herzkrankheiten oder Schlaganfall, ist jede Minute kostbar. 2014 konnte so ein Viescheidbesucher, der einen Plötzlichen Herztod erlitt, vom anwesenden Helfer vor Ort erfolgreich reanimiert werden. Nur ein Fall von vielen – bei steigenden Einsatzzahlen, berichtet Winfried Tichacek, Leiter der Gruppe.

Für ihr großes Engagement erhielt die Gruppe 2015 den Bürgerpreis der Gemeinde. „Eine große Anerkennung für unsere Arbeit“, freut sich Tichacek. Aufgrund der ungünstigen geografischen Lage von Wertach ist häufig eine relativ lange Wartezeit auf den Rettungsdienst die Folge. Die nächsten Rettungs- und Notarztwagen haben ihren Standort in Pfronten, Immenstadt, Sonthofen oder Kempten, was bei ungünstigen Wetterlagen eine Wartezeit von rund 20 Minuten bedeuten kann.

Um weiterhin für die Bevölkerung einsatzbereit zur Verfügung zu stehen, bitten die freiwilligen Helfer um Spenden für die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges. Entsprechende Überweisungsträger werden in der nächsten Zeit in Wertach und den umliegenden Gemeinden verteilt. Die zehn Helfer, die ihre vielen Stunden rein ehrenamtlich leisten, hoffen auf großzügige Unterstützung aus der Bevölkerung.

 Spenden werden auf das Spendenkonto 310 400 031bei der Sparkasse Allgäu unter dem Stichwort „Helfer vor Ort Wertach“ angenommen.

kb

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