Lechbrucker Bürgermeister lehnt Zerstückelung des Geländes ab

Nach Bürgerentscheid zum Hotel: Für Areal liegen noch keine geeigneten Pläne vor

Ehemaliges Hallenbad von Lechbruck.
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Auf dem Gelände des ehemaligen Hallenbades sollte ein 4-Sterne-Hotel entstehen. Doch die Bürger lehnten das Projekt in einem Bürgerentscheid mehrheitlich ab.
  • VonSilke Zink
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Lechbruck - Keine geeigneten Pläne für das Grundstück am Lechsee, wo ursprünglich ein Vier-Sterne-Hotel gebaut werden sollte, liegen derzeit der Gemeinde Lechbruck vor.

Nachdem die Bürger Ende März mehrheitlich den geplanten Bau eines Vier-Sterne-Hotels abgelehnt hatten, ist es ruhig um das Grundstück am Lechsee geblieben. Und das wird womöglich zunächst auch so bleiben. Bislang keine geeigneten Pläne für das Areal an ihn heran getragen worden, erklärte Bürgermeister Werner Moll kürzlich im Gemeinderat.

Nachgefragt hatte zuvor Ratsmitglied Hans Theil. Er wollte wissen, ob die von der Bürgerinitiative (BI) angekündigten Investoren der Gemeinde mittlerweile genannt worden seien und ob Gespräche stattgefunden haben.

Moll bestätigte, dass vonseiten der BI kommuniziert wurde, dass sich Investoren bei ihnen gemeldet haben. „Es waren vor dem Bürgerentscheid auch einige Interessenten bei der Gemeinde vorstellig”, berichtete er. „Da war vom geplanten Tanzpalast, über ein drittes Feriendorf mit Hangbebauung und Gastronomie alles dabei.”

Ein möglicher Investor für ein kleineres Hotel sei aber nicht dabei gewesen. „Ich habe jedem der vier Bewerber gesagt, dass wir im Verfahren sind und den Bürgerentscheid abwarten wollen”, so der Rathauschef weiter.

Keine Zerteilung

Nach dem Bürgerentscheid habe die Verwaltung wieder Kontakt zu den Interessenten aufgenommen. „Dass es aber die von der BI angekündigten Investoren sind, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, weil mir von der BI die Namen der Investoren aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mitgeteilt wurden”, erklärte Moll.

Aus seiner Sicht waren bei den vorstelligen Bewerbern aber lediglich Investoren dabei, die eine Totalzerstückelung des Areals anstrebten. „Und das kann ich wirtschaftlich nicht vertreten!” Die Kommune bleibe so auf Restplätzen sitzen, mit dem niemand mehr etwas anfangen könne. „Ich kann nur sagen, dass bisher niemand dabei war, wo ich sagen hätte können, das ist ja viel besser, als die angedachte Lösung“, schloss Moll.

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