Förderung muss noch abgeklärt werden

Kommt der E-Bus für das Ostallgäu?

+
Landrätin am Steuer: Maria Rita Zinnecker (v. r.) darf am Lenkrad Platz nehmen, während ihr Pierre Dellori (Vertriebsmanager der Iveco Magirus AG), Christiane Jentsch (RVA-Betriebsleiterin) und Klaus von Petersdorff (RVA-Geschäftsführer) assistierend den Rücken stärken.

Landkreis/Füssen – Nach über zehn Jahren ohne Elektrobusse gibt es bei der Regionalverkehr Allgäu GmbH (RVA) wieder Überlegungen, künftig einen E-Bus im öffentlichen Personennahverkehr einzusetzen.

Drei Wochen lang hatte die RVA zuletzt einen Elektro-Bus im harten Alltag getestet. Die vorläufigen Ergebnisse stellte Geschäftsführer Klaus von Petersdorff vergangene Woche bei einem Pressetermin vor. 

Während der dreiwöchigen Testphase war der E-Bus nach Angaben Petersdorffs vor allem im südlichen Ostallgäu sowie bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf im Kreis Oberallgäu im Einsatz. Das Interesse von seiten der Fahrgäste sei in dieser Zeit „sehr hoch“ gewesen, unterstrich der RVA-Geschäftsführer, der hinzufügte, dass das Ziel „für dieses regionale Leuchtturmprojekt“ ein „zuverlässiger, wirtschaftlicher und ganzjähriger Linienbetrieb im Stadt- und Regionalverkehr im Allgäu“ sein müsse. Dies passe für den Landkreis Ostallgäu „hervorragend in unser Konzept, in puncto E-Mobilität weiterzudenken und immer mehr auf E-Mobilität umzustellen.“

 Daher sei der Einsatz eines E-Busses im Linienverkehr „ein wirklich bedeutender Schritt in Richtung des E-ÖPNV. Der E-Bus verspricht weniger Feinstaub, weniger CO2-Ausstoß und dafür mehr Klimaschutz, das ist gut für Mensch und Natur.“ Das hörte Pierre Dellori, Vertriebsmanager der Iveco Magirus AG, die den Elektrobus der Firma Heuliez aus Frankreich zur Verfügung gestellt hat, sicherlich gerne.

Noch lieber hätte er wohl jedoch schon eine Zusage von der RVA zum Kauf des Busses erhalten, der zwölf Meter lang und 265 PS stark ist. Dazu bietet der Bus für maximal 85 Fahrgäste Platz und kann eine Höchstgeschwindigkeit von 72 Stundenkilometern erreichen. Die Reichweite liegt je nach Fahrweise, Topographie und Wetter bei bis zu 300 Kilometern. 

Vor einer endgültigen Kaufentscheidung müssten nach den Worten von Petersdorffs aber zunächst noch einige Fragen geklärt werden. So derzeit noch unklar, in wie weit die Anschaffung eines E-Busses gefördert werden. Ein Elektrobus wie der jetzt getestete kostet etwa 500.000 Euro. Ein vergleichbarer herkömmlicher Bus mit Diesel-Motor ist dagegen für etwa 200.000 Euro zu haben.

lex

Auch interessant

Meistgelesen

Das sind die ersten 200 Kandidatinnen beim Kreisbote TrachtenMadl 2019
Das sind die ersten 200 Kandidatinnen beim Kreisbote TrachtenMadl 2019
Tickets für die Kelly-Family in Füssen zu gewinnen
Tickets für die Kelly-Family in Füssen zu gewinnen
Pöllatschlucht: "Ein besonderes Bauwerk"
Pöllatschlucht: "Ein besonderes Bauwerk"
Regionalmesse „WIR“ im Bundesleistungszentrum Füssen am Samstag, den 25. und Sonntag, den 26. Mai 2019
Regionalmesse „WIR“ im Bundesleistungszentrum Füssen am Samstag, den 25. und Sonntag, den 26. Mai 2019

Kommentare