Pärchen soll 19 illegale Migranten über Füssen nach Deutschland geschmuggelt haben

Nach Schleusungen bei Füssen: Bundespolizei nimmt zwei türkische Schleuser fest

Zwei Polizisten stehen mit ihrem Streifenwagen auf einer Brücke über der Autobahn A7 bei Füssen.
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Symbolfoto: Immer wieder stoppt die Bundespolizei bei Füssen illegale Migranten. Zwei der dafür verantwortlichen Schleuser sind am Dienstag in Stuttgart festgenommen worden.
  • vonMatthias Matz
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Stuttgart/Kempten/Füssen - Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kempten hat die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Stuttgart am heutigen Dienstag ein in Schwäbisch Gmünd wohnendes mutmaßliches Schleuser-Duo festgenommen. Zeitgleich erfolgten Wohnungsdurchsuchungen in Schwäbisch Gmünd, Esslingen und Eislingen/Fils. Den beiden verdächtigen Türken wird vorgeworfen, insgesamt 19 Migranten illegal über die Grenze bei Füssen geschleust zu haben.

Bei beiden Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der Kemptener Staatsanwaltschaft um eine 49-jährige Türkin und ihren Lebensgefährten, einen 45 Jahre alten Türken. Beiden wird vorgeworfen, seit Mai 2018 in sieben Fällen insgesamt 19 Personen nach Deutschland und in andere Schengen-Staaten eingeschleust zu haben.

Die aufwendigen Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Kempten in Zusammenarbeit mit der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Stuttgart seit August 2020.

Das Duo steht im Verdacht, Preisverhandlungen geführt, Schleusungen organisiert und selbst unter anderen über den Grenztunnel Füssen vorgenommen zu haben.

Bei den Wohnungsdurchsuchungen konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt und zugleich die bestehenden Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten vollzogen werden.

Die Festgenommen werden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kempten der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Kempten vor-geführt, welche über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheidet. Die Auswertung des Beweismaterials und die Ermittlungen dauern an.

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