Gemeindeverwaltung verhandelt mit der Deutschen Bahn

Pfronten: Markierungen und mehr Schilder

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Mehr Verkehrssicherheit soll künftig am Bahnübergang an der Badstraße herrschen.

Pfronten – Die Sicherheit an den Bahnübergängen in der Gemeinde war am Donnerstag erneut Thema im Gemeinderat.

Auch wenn die Bürgermeisterin von Pfronten, Michaela Waldmann dabei betonte, dass die „Leute auch eine Eigenverantwortung“ hätten, versprach sie, alles zu tun, um die Verkehrssicherheit am Bahnübergang an der Badstraße in Pfronten-Ösch zu erhöhen. Dort war es in den vergangenen Wochen zu zwei schweren Verkehrsunfällen gekommen, bei denen ein Autofahrer starb (der Kreisbote berichtete). 

Karl Hörmann von der Gemeindeverwaltung informierte die Ratsmitglieder im „Haus des Gastes“ über die technische Sicherung der Schienenüberquerung an der Badstraße. So habe die Kommune nach den beiden jüngsten Unfällen sowohl zur Unteren Verkehrsbehörde als auch zur Deutschen Bahn Kontakt aufgenommen und erörtert, welche kurzfristigen Maßnahmen im Bereich des Bahnübergangs an der Badstraße möglich sind. Sowohl die Verkehrsbehörde als auch die Bahn hätten in den Gesprächen darauf verwiesen, dass der Übergang „ordnungsgemäß nach der Straßenverkehrsordnung gesichert“ sei.

So würden etwa die notwendigen Sichtfelder eingehalten. Dennoch wäre „die Anbringung eines dauerhaften Lichtsignals am Verkehrszeichen 'unbeschränkter Bahnübergang' denkbar“, erklärte Hörmann. Die Pfrontener Gemeindeverwaltung schlage vor, dies umzusetzen.

Darüber hinaus soll die vorhandene Beschilderung beidseitig des Bahnübergangs durch eine Bodenmarkierung „20 km/h“ ergänzt werden. Und im Frühjahr solle zudem eine Abfräsung der Fahrbahn auf beiden Seiten des Bahnübergangs vorgenommen werden. Die vorhandene Beschilderung werde außerdem um das Verkehrszeichen „unebene Fahrbahn“ erweitert, während die Mitarbeiter der Firma Deckel Maho gebeten worden seien, den Bahnübergang gar nicht mehr zu befahren. 

Relativ breiten Raum in der Sitzung nahm auch eine Stellungnahme des Geschäftsführers der Tegelberg-, Buchenberg- und Breitenbergbahn, Frank Seyfried, ein. Der Bergbahn-ChefIn verteidigte die kürzliche Sperrung des Aggensteinlifts am Breitenberg, da sich der dortige Hang bewegt habe, was immer gefährlich sei. Weil Sicherheit nun mal vorgehe, müsse man heuer auch an der Hochalpbahn eine Revision machen, die vom 18. März bis zum 5. April über die Bühne gehe, betonte Seyfried: „Der Winter kostet uns sehr viel Geld.“ 

Neue alte Öffnungszeiten

Kosten dürfte indes auch eine Baumaßnahme am Burgweg, Manzenweg und Achweg im Ortsteil Meilingen, der der Gemeinderat anschließend allerdings einstimmig zustimmte. Das Gleiche gilt für einen Beschlussvorschlag, bei der Vergabe von kommunalem Bauland das Kriterium „Ort des Arbeitsplatzes“ der Bewerber künftig komplett aus der Wertung zu streichen. 

Eine Einigung erzielten die Pfrontener Gemeinderäte schließlich auch hinsichtlich der Öffnungszeiten „von Verkaufsstellen aus Anlass von Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen an Sonn- und Feiertagen in der Gemeinde Pfronten“. Demnach beschloss das Gremium, dass bei diesen Gelegenheiten in Zukunft wieder die alten Öffnungszeiten von 11 bis 16 Uhr gelten.

lex

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