Neuer Feuerwehr-Kommandant für Schwangau

Schweiger übernimmt

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Leitete bislang kommissarisch die Wehr: Martin Schweiger (links) ist der neue Kommandant in Schwangau, sein ist Stellvertreter Nikolaus Schindele.

Schwangau – Martin Schweiger ist neuer Kommandant der Schwangauer Feuerwehr. In der Dienst- und Hauptversammlung wählten die Aktiven Schweiger zum Nachfolger des zurückgetretenen Sigfried Janta.

Stellvertreter ist Nikolaus Schindele. Auch im Verein wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. 

Alles neu macht der Mai, heißt es. In Teilen trifft das auch auf die Schwangauer Feuerwehr zu, die zum Florianstag ihre Hauptversammlung hatte. Einer der wichtigsten Punkte nach dem überraschenden Rücktritt des Kommandanten war die Wahl von dessen Nachfolger. 

Die war im Grunde aber nur eine Formalie: Schweiger, der nach Jantas Rücktritt bereits kommissarischer Kommandant war, leitet nun die Geschicke der 103 Aktiven. Neuwahlen standen auch im Verein an. Dort wurde Christoph Schäfer neuer erster und Ullrich Isele zweiter Vorstand, Kassier ist nun Norbert Lenz und Peter Reinelt ist Schriftführer. 

Von den aktiven Brandbekämpfern haben mehr als die Hälfte im vergangenen Jahr ihr Leistungsabzeichen gemacht und sind auf dem neuesten Stand der Ausbildung. 

Alternde Ausrüstung

Nicht mehr ganz so neu ist dagegen die Ausrüstung. Von den fünf Großfahrzeugen, Gerätewagen und Löschfahrzeuge sowie das Mehrzweckfahrzeug, ist nur das Tanklöschfahrzeug jünger als 20 Jahre – die durchschnittliche Ersatzbeschaffungsdauer für diese Art der Fahrzeuge, so Schweiger. 

Die beiden geländegängigen Unimog, ein Löschfahrzeug LF 8 und ein Gerätewagen, haben mittlerweile 34 Jahre auf dem Buckel. Zumindest für das Gerätefahrzeug ist ein Ersatz in Aussicht. Noch heuer wird die Feuerwehr den neuen „Gerätewagen Logistik“, so die aktuelle Bezeichnung, erhalten. 

Schweiger zeigte auch Bilder des geplanten Versorgungsfahrzeuges, ein Iveco-Kleintransporter auf einem Allradfahrgestell mit Doppelkabine und eine Pritsche, auf der Rollcontainer verlastet werden. Je nach Einsatz könne so unterschiedliche Ausrüstung, Atemschutz, Ölsperren und Schläuche, transportiert werden.

Als Nächstes soll dann das LF 16 gegen ein HLF 20 ausgetauscht werden. Auch ein Boot und ein neues Mehrzweckfahrzeug sind in Planung. Der größte Posten ist aber der Neubau des Feuerwehrhauses. Alternativlos, so Schweiger, sei der Standort an der König-Ludwig-Straße, auch wenn sich dadurch die Hilfsfristen für Hohenschwangau geringfügig verlängern würden (der Kreisbote berichtete). 

Viele Einsätze in Hogau

In dem Ortsteil mit seinen 1,5 Millionen Gästen hat die Wehr die meisten Einsätze – in erster Linie Brandmeldeanlagen der Hotels und auch verschiedene Hilfeleistungen. So seien 75 Prozent aller Einsätze technische Hilfeleistungen. Lediglich drei Mal wurden die Brandbekämpfer dagegen zu einem Brand gerufen. 

Zehn Einsätze mussten gefahren werden, weil die Brandmeldeanlage angesprochen hatte, davon waren aber zwei Fehlalarme durch einen technischen Defekt. 

Was in der Statistik auffällt ist der Wegfall von gut 1000 Einsatzstunden. Diese entfielen bislang nämlich Jahr für Jahr auf die Sicherheitswachen während der Schlosskonzerte, die 2016 nicht stattfanden. Somit standen die Aktiven „nur“ 1096 Stunden im Einsatz, davon 859 Stunden bei technischen Hilfeleistungen. 

Was die Planungen für die neue Geräte- und Fahrzeughalle anbelangt, läuft seit wenigen Tagen die Architekten-Ausschreibung. Fixiert sind bereits Punkte wie ein Pultdach, fünf Fahrzeugstellplätze und eine Waschhalle, dazu Werkstätten und Lager-, sowie Sozialräume, Besprechungs- und Schulungsräume, eine Kleiderkammer um Umkleidemöglichkeiten. „Wir hoffen, dass wir noch 2018 mit dem Bau anfangen können“, so Schweiger. Wenn es gut laufe Anfang des Jahres, wenn es schlecht laufe eher Ende des Jahres.

gau

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