Ute Sperling wird neue Chefin der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren

Einstimmig berufen

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Ute Sperling steht ab März dem Klinikunternehmen Ostallgäu/Kaufbeuren vor. Im Laufe des Jahres soll dann über die langfristige Führungsstruktur im KU entschieden werden.

Landkreis/Kaufbeuren – Zum Ende des Monats Februar wird Dr. Philipp Ostwald, Leiter des Kommunalunternehmens (KU) der Kliniken Kaufbeuren-Ostallgäu, seinen Hut nehmen.

Wie berichtet, hatte er Ende vergangenen Jahres seinen 2017 auslaufenden Vertrag überraschend gekündigt. Seine Nachfolge an der Spitze des Klinikverbunds wird am 1. März 2017 Ute Sperling antreten, die bereits seit drei Jahren die Finanzbuchhaltung der Kliniken leitet. 

Die 53-jährige Betriebswirtschaftlerin war bereits in den vergangenen Monaten als Frau in der ersten Reihe des Ostallgäuer Klinikunternehmens gehandelt worden. Jetzt hat sie der Verwaltungsrat einstimmig zur Chefin der Kliniken in Kaufbeuren, Füssen und Buchloe berufen – und sucht gleichzeitig weiter nach einer neuen Struktur der Vorstandschaft.

 KU-Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Bosse betonte, dass der Verwaltungsrat dabei sei, die Führungsfrage in Zusammenarbeit mit der Beraterfirma BDO langfristig zu klären. Er ließ dabei offen, ob die Geschäfte künftig von einer externen Managementgesellschaft oder einer Doppelspitze geführt werden. „Wir haben keinen Zeitdruck, werden diese Frage aber wohl im Laufe des Jahres entscheiden“, so Bosse. 

Ute Sperling sieht in ihrer Berufung auf Zeit indes kein „Startproblem“. Die Managerin – die bereits früher immer wieder als „Feuerwehr einsprang, wenn der Laden brannte“ – stehe auch neuen Strukturen offen gegenüber, wie sie sagte. Denn Bosse wie auch seine Stellvertreterin im Verwaltungsrat, die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU), bestätigten, dass mit Ute Sperling keine reine Interimschefin für den Verbund ernannt wurde, sondern dass sie die Führung für mehrere Jahre übernehmen solle. „Sie kann bei allen Lösungen eine wichtige Rolle spielen“, sagte Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Bosse. 

Standorte stärken

Sperling sieht in der Stärkung der drei Klinikstandorte Kaufbeuren, Buchloe und Füssen ihre wichtigste Aufgabe. Ebenso will sie die Kommunikation, nach innen wie nach außen hin verbessern. Die Kölnerin, die mittlerweile im Allgäu Fuß gefasst hat, will dabei auch aktiv auf die Ostallgäuer Bevölkerung zugehen. Gesundheit, so sagt die leidenschaftliche Bogenschützin, sei das wertvollste und teuerste Gut. 

Die beiden Verwaltungsratsvorsitzenden Bosse und Zinnecker bekräftigten ebenfalls den Willen, sich die Daseinsvorsorge etwas kosten zu lassen. Eine Privatisierung stehe derzeit im Verwaltungsrat außer Frage, so Bosse. Allerdings warten auf das KU mit einem aktuellen Defizit in Höhe von knapp fünf Millionen Euro noch „gewaltige Aufgaben“. 

ah

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