Die nächste Runde wartet

Hohenschwangau – Bliebe man aktuell, müsste man davon sprechen, dass sie die Vorrunde überstanden haben. Oder man gratulierte jenen 73 jungen Damen und Herren, die sich in der Turnhalle des Gymnasiums Hohenschwangau versammelt hatten, einfach zum Abitur, wie es alle Redner taten. So oder so war es ein großer Tag für die Abiturienten und ihre Mitschüler, aber auch Eltern und natürlich Lehrer, die gemeinsam mit ihren Schützlingen die Abituria 2010 verabschieden durften. Wobei acht Eleven sogar eine Eins vor dem Komma hatten und vier junge Damen eine starke 1,4-Phalanx bildeten.

Fast hätte die Halle nicht ausgereicht, um all jenen Platz zu bieten, die bei der Zeugnisübergabe anwesend sein wollten. Angefangen natürlich bei den stolzen Eltern über die Lehrer und Wegbegleiter der Teenager, die nun auf ihre Reife geprüft sind und viel Bildung erfahren haben. So gratulierte neben ihrem Schulleiter Peter Däxle auch Wolfgang Gebler vom Gymnasium Schongau den Schülern, hatte Gebler doch die Nachkorrekturen übernehmen müssen, weil auch Däxles Tochter in Ho‘gau Abitur gemacht hatte. "Spezialisten von morgen" Und wie ihre Klassenkameraden hatte vielleicht auch sie Angst vor jenem Tag gehabt, mit dem die doch recht sorglose Schulzeit zu Ende gehen würde, wie Peter Däxle in seiner Rede erinnerte. Wobei sich das Herzklopfen vor den letzten Prüfungen doch für alle gelohnt habe, so Däxle, waren doch alle 73 angetretenen Schüler ins Achtelfinale vorgerückt. Denn nicht nur bei ihrem Abiturstreich hatten die Abiturienten selbst das Abi mit der WM verglichen, auch Andreas Amberger kam in seiner Rede darauf zu sprechen. Denn auf dem Weg zur Reifeprüfung hätten sie sich bewährt und dürften nun gelassen reagieren, egal was ihnen widerfahre. Sie hätten die Freiheit, einer Provokation oder einer Beleidigung, aber auch einer falschen Bewertung durch den Prüfer oder den Vorgesetzten entgegenzutreten und sie nicht zu akzeptieren. Sie seien frei, aber vor allem Herr über sich selber, müssten nicht jeder Mode folgen sondern nur dem, was ihnen wichtig sei. Nun hätten sie aber wieder ein Stück mehr Selbstverantwortung zu tragen, doch, da waren sich alle Redner, unter anderem auch von der Althohenschwangauer Schulgemeinschaft und vom Elternbeirat sicher: „Ihr werdet alle zurecht kommen. Ihr seid die Spezialisten von morgen“. Trotz Krise. Ein Stück Ho’gau Dass sie dafür das nötige Rüstzeug, eben Bildung, erfahren haben, so Däxle, lässt sich aus den sehr guten Noten (siebenmal die Eins vor dem Komma) ablesen, trotz gewisser Ablenkungen, wie es sie im Schüleralltag der Hohenschwangauer seit vielen Jahrzehnten schon gibt und woran die Freunde aus der K12 erinnerten. Sie gaben den Kollegiaten dann auch noch ein Stückchen Ho‘gauer Boden mit, damit auch in der Fremde noch Heimat ist.

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