Dr. Kai Scriba referiert an der St. Vizenz Klinik über Rückenprobleme

Das Kreuz mit dem Kreuz

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Dr. Kai Scriba informiert über Rückenleiden.

Pfronten – „Ich habe Rücken.“ Mit dieser Aussage kommen zunehmend mehr Patienten zu Dr. Kai Scriba in die Sprechstunde in Pfronten oder Füssen. Seine Aufgabe ist es dann, diese Aussage zu differenzieren und die Ursachen der Schmerzen zu ermitteln.

Rückenschmerzen kennen fast alle. Zwei Drittel der Deutschen sind betroffen, viele von ihnen bereits dauerhaft und häufiger Frauen als Männer. Im Rahmen der monatlich stattfindenden Patienteninformationsveranstaltungen der St. Vinzenz Klinik Pfronten referierte Dr. Scriba vor mehr als 80 Zuhörern über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Es gibt demnach unterschiedliche Schmerzeinteilungen.

Der Experte unterscheidet zum einen akute Schmerzen, die einmalig auftreten und in der Regel binnen weniger Wochen geheilt werden können, von rezidivierenden Beschwerden. Dabei handelt es sich um ein wiederholtes Auftreten von Schmerzen. Patienten mit chronischen Schmerzen leiden hingegen dauerhaft, über einen langen Zeitraum. Hier liegt laut Dr. Scriba ein eigenes Krankheitsbild vor. Auch eine Unterscheidung zwischen spezifischen Krankheitsbildern – z.B. Frakturen bei Osteoporose, Bandscheibenvorfälle, Entzündungen oder Tumore/Metastasen – und unspezifischen Erkrankungen wie beispielsweise Fehlbelastung, Abnutzung und Bewegungsstörung müsse erfolgen.

In einer systematischen körperlichen Untersuchung und eingehender Befragung der Patienten gelte es, die Ursache der Schmerzen zu ermitteln, um die richtige Therapie einleiten zu können. Die sogenannten technischen Untersuchungen wie Röntgen, CT und MRT erfolgen in der Regel erst im zweiten Schritt. Eine CT-Diagnostik ist dann erforderlich, wenn die Ursache der Schmerzen im knöchernen Bereich vermutet wird. Eine Aufnahme im MRT kann hingegen Aufschluss über Ursachen im nichtknöchernen Bereich bringen.

Viele Möglichkeiten

 Zumeist ist laut Scriba eine konservative Behandlung möglich. Mit Medikamenten, Physiotherapie oder auch einer stationären Schmerztherapie könne vielen geholfen werden. Operativ muss nur in spezifischen Fällen vorgegangen werden – etwa bei einem Bandscheibenvorfall, der bereits Lähmungserscheinungen oder Gefühlsstörungen verursacht. Bei Wirbelbrüchen kann die sogenannte Kyphoplastie vorgenommen werden. Dabei wird über kleine Hautschnitte Zement in die Wirbelkörper eingebracht, um diese zu stabilisieren. Ziel bei chronischen Schmerzen ist es, diese erträglich zu machen.

Neben einer abgestimmten Physiotherapie kann in einigen Fällen auch eine begleitende psychologische Betreuung helfen. Im MVZ St. Vinzenz bietet Dr. med. Kai Scriba spezielle Wirbelsäulensprechstunden für Betroffene an. Stationäre, konservative Schmerztherapien, Infiltrationsbehandlungen und operative Versorgungen von Wirbelbrüchen sowie eine operative „Befreiung“ des Rückenmarkkanals können ebenfalls von ihm vorgenommen werden. Größere operative Versorgungen an der Wirbelsäule werden in speziellen Zentren wie in Kempten, mit denen eine Kooperationen besteht, vorgenommen.

Die nächste Patienteninformation der St. Vinzenz Klinik findet am Mittwoch, 13. April, um 19 Uhr statt. Dr. Markus Brenner, Chefarzt der Rehaklinik, wird die neue Abteilung für Altersmedizin, die Akutgeriatrie, vorstellen.

kb

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