Über Vauk-Würmer und den "leeren" Forggensee

Die Narren stürmen das Füssener Rathaus

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Am Faschingsdienstag stürmen die Narren aus Füssen und Schwangau das Füssener Rathaus.
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Am Faschingsdienstag stürmen die Narren aus Füssen und Schwangau das Füssener Rathaus.
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Am Faschingsdienstag stürmen die Narren aus Füssen und Schwangau das Füssener Rathaus.
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Am Faschingsdienstag stürmen die Narren aus Füssen und Schwangau das Füssener Rathaus.

Füssen – Am Faschingsdienstag um 10 Uhr wars vorbei mit Bürgermeister Paul Iacobs Amtszeit in der Lechstadt. Denn die Narren aus Füssen und Schwangau stürmten das Rathaus. Und als erste Amtshandlung hatte seine Tollität Prinz Harry I. gleich eine Lösung für das sommerliche Verkehrsproblem parat.

Lautstark kündigten die Narren den Machtwechsel an: Angeführt von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle des Faschingsvereins Schwangau marschierte das Schwangauer Prinzenpaar, ihre Lieblichkeit Prinzessin Corinna I. und seine Tollität Prinz Harry I., mit seinem Hofstaat und seiner Prinzengarde in den großen Sitzungssaal des Füssener Rathauses ein. Rückendeckung erhielten die Schwangauer Narren von den Ratsherren der Schindau sowie dem Faschingsverein Helen aus den USA. 

Doch die war gar nicht nötig: Ohne Gegenwehr überreichte Iacob den Rathausschlüssel an das Prinzenpaar und wünschte ihm eine gute Regentschaft – ohne Vauk-Würmer. „Regiert so, wie man regieren soll“, gab Iacob den neuen Herren mit auf den Weg. Dabei blickte er optimistisch in die Zukunft. Schließlich sei Harry I. ein „profunder Kenner der Füssener Materie“: Mit einem Bein stehe er schließlich in Füssen und mit dem anderen in Schwangau. So stellte Harry I. dann auch gleich unter Beweis, dass er sich mit den Sorgen und Nöten der Füssener auskennt. Als erste Amtshandlung ordnete er an, dass an einem verkehrsreichen Tag alle Ampeln in der Lechstadt abgestellt werden sollen. Die Autos sollen dann um Blumenhäfen herumfahren. Außerdem soll im Winter der Schnee, der aus Grundstücken herausgeräumt wird, künftig wieder zurückgeschoben werden. 

Weitere Anregungen lieferte auch der Ratsherrenchor der Schindau. Mit seinem zweiten Bürgermeister Magnus Lipp an der Zither zeigte er musikalisch auf, wo in Füssen der Schuh drückt. Dabei bekam unter anderem Harald Vauk gehörig sein Fett ab. Dieser wolle in Füssen aufräumen, was er allerdings erst mal vor seiner eigenen Hütte tun solle, forderten die Ratsherren und spielten auch auf das abgelehnte Bürgerbegehren zum Strandbad Hopfen an. „In Hopfen habens auf dich eine Wut.“ Weitere Themen waren der Forggensee, der im vergangenen Sommer kein Wasser führte, dafür aber Pflanzen hervorbrachte, die auf den Index stünden. „Da wird jetzt Gras gekifft“, witzelten die Ratsherren. Und auch um den schneereichen Winter kamen die Herren der Schindau nicht herum. „Schneepflug komm zum Räumen, aber erst um zehn“, forderten sie. 

Überhaupt sei die Schindau sehr fortschrittlich, merkte Iacob an. Schließlich seien in den Reihen der Ratherren die Männer und Frauen gleich stark vertreten, wofür es von ihrer Lieblichkeit Prinzessin Corinna I. gleich ein dreifaches „Ah-so“ auf die Frauenquote ab. Daneben laufe der Laden in der Schindau auch ohne ihren „Ewigkeitsbürgermeister“ Thomas Schinagel, der krankheitsbedingt fehlte, merkte Iacob an. Ganz so weit wollte er es in Füssen aber dann doch nicht kommen lassen. „Ich hoffe, dass ich im Schneiderhanser den Schlüssel wieder zurückbekomme“, sagte Iacob mit Blick auf den Salvatoranstich am Aschermittwoch in Schwangau. Sonst bleibe das Rathaus geschlossen. 

Doch bis dahin heizte die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskapelle den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und den Narren musikalisch noch einmal gehörig ein, bevor sie gemeinsam bei einer Brotzeit die fünfte Jahreszeit ausklingen ließen.

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