EWR will die Lechhalde in Wohnungen umbauen

Ehrgeizige Ziele

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Der Wandmalerei an der Lechhalde ist der Name des EWR-Wohnprojekts zu danken: über die „Neptunpassage“ informieren die EWR-Geschäftsführer Klaus Schmitzer (links) und Dr. Christoph Hilz (rechts). In der Mitte: der verantwortliche Architekt Armin Walch aus Reutte.

Füssen – Die neue „Neptunpassage“ in der Füssener Altstadt soll „ab Herbst 2016 von 50 bis 60 Menschen bewohnt werden“. Davon geht zumindest Klaus Schmitzer, Geschäftsführer der Elektrizitätswerke Reutte (EWR), aus.

„Dann sind die 20 Wohnungen fertig, die viel Komfort zu bieten haben“, sagte er am Mittwochabend im Rahmen einer Infoveranstaltung im EWR-Gebäude an der Lechhalde.

 Zu dem Termin hatten sich auch einige Stadträte eingefunden. Denn nach der langen Vorbereitungszeit, an der der Füssener Bauausschuss mitwirkte, nimmt das Wohnprojekt langsam aber sicher Gestalt an. Insgesamt wollen die EWR als Besitzer des Gebäudes nach eigenen Angaben rund fünf Millionen Euro am Standort Füssen investieren. Schmitzer sprach sogar von der „schönsten Stadt in Deutschland“, als er als EWR-Manager die Präsentation eröffnete.

 Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hob die „gute Partnerschaft“, die sich zwischen der Stadt und dem von Reutte aus operierenden Unternehmen in vielen Jahren entwickelt habe, hervor. Iacob schaute aber auch zurück auf die Zeit, als an der Lechhalde 1 1/2 noch der Gasthof „Löwen“ Platz für Geselligkeit bot. Nichts desto trotz: Der in den nächsten Monaten entstehende „Neptunpassage“ sei ein „grandioser Schritt, um die Altstatdt weiter zu beleben“, betonte der Rathauschef. 

Armin Walch erläuterte den anwesenden Stadträten, Verwaltungsmitarbeitern und anderen Teilnehmern der Info-Runde die Baupläne an den Schautafeln. Der Architekt aus Reutte betonte: „Die Verantwortung hier zu bauen, ist groß.“ Entstehen werden zwei Vier-Zimmer-Wohnungen, sechs Zwei-Zimmer- und zwölf Drei-Zimmerwohnungen. Das Angebot schließe „sechs barrierefreie Wohnungen“ mit ein, sagte er.

 Mieten oder kaufen? 

Offen blieb, ob es sich hier um Miet- oder Eigentumswohnungen handeln werde. Das „regelt die Nachfrage“, so Schmitzer. Wie Architekt Walch auf Nachfrage des Kreisboten erklärte, sei „mit Quadratmeterpreisen zu rechnen, die heute handelsüblich sind“. 

Das „Loslösen von der Stadtmauer“ führe zu großzügig bemessenen Innenhöfen, die dem Ensemble das besondere Flair geben würden. Walch sprach darüber hinaus von „17 anfahrbaren Stellplätzen“. Die „Neptunpassage“ biete außerdem 130 Quadratmeter Gewerbefläche. Sie sei im Arkadenbereich angesiedelt. 

Das altehrwürdige Gebäude mit der Adresse Lechhalde 1 1/2 befindet sich bereits seit 1959 im Besitz von EWR „und wurde bis Ende der 90er Jahre als Betriebsgebäude verwendet“, erinnerte Schmitzer an die Geschichte des Baus. Nachdem Stadtplaner, Denkmalschützer und Architekten ihre Ideen eingebracht hatten, um das historische Stadtbild an dieser Stelle zu erhalten und gleichzeitig attraktiven Wohnraum in Nähe des Lechs zu ermöglichen, gab es nach der eingehenden Prüfung der Varianten grünes Licht: Der Aufsichtsrat der EWR fällte die Entscheidung, das Gebäude mit dem Charme der 60er Jahre einer Gesamtsanierung zu unterziehen. „Dadurch wird eine veränderte Nutzung in einer Lage zum Verlieben ermöglicht“, kündigte Schmitzer an. 

Wie Geschäftsführer Dr. Christoph Hilz – neu im EWR-Team – ausführte, ziehe das EWR-Kundencenter für Energieberatung, Strom- und Gasanmeldung (Erdgas Allgäu Ost GmbH & Co. KG) um. „Während der Bautätigkeiten wird das Kundencenter in die EWR-Betriebsstelle in der Kemptener Straße 91 verlegt, wo attraktive Räumlichkeiten zur Beratung unserer Kunden geschaffen werden“, so Hilz. Das Unternehmen nehme bei Kunden derzeit eine Telefonumfrage vor. „Die Ergebnisse dienen uns für die strategische Zukunftsplanung in Füssen“, sagte Hilz.

Chris Friedrich

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