Wartehalle soll weg

Architekt stellt verschiedene Varianten für Nesselwanger Bahnhofsgelände vor

Bahnhof in Nesselwang
+
Der Bahnhof in Nesselwang ist in die Jahre gekommen. Wie er künftig gestaltet werden könnte, wurde jetzt im Marktgemeinderat vorgestellt.
  • VonHerbert Hoellisch
    schließen

Nesselwang – Wie es mit dem Nesselwanger Bahnhof weitergehen könnte, darüber hat jetzt Architekt Martin Hoffmann den Nesselwanger Gemeinderat informiert. Er stellte dazu vier Varianten vor. 

Martin Hoffmann vom gleichnamigen Architekturbüro aus Irsee hatte bereits im vergangenen Jahr im Rahmen des Interreg-Projekts AB266 die vorläufigen Planungen für den Nesselwanger Bahnhof vorgestellt. „Mittlerweile haben mehrere Gespräche mit den Verantwortlichen stattgefunden“, so der Architekt. Er stellte vier Varianten vor, von denen eine favorisiert wird.

Die Wartehalle aus den sechziger Jahren wird in allen Varianten abgerissen, da sie nicht zu dem historischen Gebäude passt. Der Kiosk nordwestlich sowie die Güterhalle östlich des Bahnhof sollen je nach Variante bestehen bleiben oder weichen. Im Bereich der derzeitigen Parkplätze soll die Schnittstelle zwischen dem ÖPNV sowie der Deutschen Bahn entstehen. Die Bushaltestelle, die sich aktuell noch beim Raiffeisenmarkt befindet und wenig frequentiert wird, soll in diesen Bereich verlegt werden. Auch hierzu soll es bereits Gespräche mit dem Landratsamt Ostallgäu gegeben haben. In dem gesamten Areal sind je nach Planungsvariante zwischen 32 und maximal 48 Park- und Stellplätze realisierbar.

„Es gibt keine großen Planungsspielräume wegen des langgezogenen Grundstücks“, informierte Hoffmann.

Der Kurpark sollte in die Planungen mit eingebunden werden, um die Attraktivität und Akzeptanz zu steigern.

Andrea Allgaier, FW-Gemeinderätin

In die Planungen miteinbezogen wurde auch eine Umgestaltung des Kurparks, der um den Bereich südlich der Bahnlinie erweitert wird. Den maroden Lokschuppen und das dazugehörige Gebäude kann sich der Planer als Toilettenanlage und als Freisitz mit Blick auf den Nesselwanger Hausberg vorstellen.

Andrea Allgaier (FW) lobte die vorgestellten Varianten und bat darum, dass sich die Initiative, die den Kiosk reaktivieren wollte, weiter engagiert. „Der Kurpark sollte in die Planungen mit eingebunden werden, um die Attraktivität und Akzeptanz zu steigern“, meinte Allgaier. So könne auch eine Begegnungsstätte geschaffen werden.

Martin Erd (MfN), der bei dem Kiosk-Projekt eingebunden ist und die Ideen mit vorgestellt hatte, bat darum, auch die Nesselwanger in die Planungen miteinzubeziehen. „Was können die Bürger sich vorstellen?“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schwere Regen- und Hagelschauer über Weißensee und Hopferau beschäftigen Einsatzkräfte
Füssen
Schwere Regen- und Hagelschauer über Weißensee und Hopferau beschäftigen Einsatzkräfte
Schwere Regen- und Hagelschauer über Weißensee und Hopferau beschäftigen Einsatzkräfte
Polizist klettert in zweiten Stock, um 91-Jähriger zu helfen
Füssen
Polizist klettert in zweiten Stock, um 91-Jähriger zu helfen
Polizist klettert in zweiten Stock, um 91-Jähriger zu helfen
Hospizverein südliches Ostallgäu blickt auf ein schwieriges Jahr zurück
Füssen
Hospizverein südliches Ostallgäu blickt auf ein schwieriges Jahr zurück
Hospizverein südliches Ostallgäu blickt auf ein schwieriges Jahr zurück
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Inzidenz in Kaufbeuren fällt unter den Wert fünf
Füssen
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Inzidenz in Kaufbeuren fällt unter den Wert fünf
Corona im Ostallgäu und Kaufbeuren: Inzidenz in Kaufbeuren fällt unter den Wert fünf

Kommentare