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Nesselwang: Gasthof „Sonne“ weicht Wohnungen

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Von: Herbert Hoellisch

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Gasthof Sonne
Der Gasthof Sonne in Nesselwang steht seit einiger Zeit leer. Ein Bauunternehmer möchte ihn abreißen und an der Stelle ein Gebäude mit Eigentumswohnungen errichten. © Hoellisch

Nesselwang – Eigentlich hatte der Marktgemeinderat bereits in der vorherigen Sitzung über die Zukunft des Gasthof „Sonne” entscheiden sollen. 

Wegen „städtebaulicher Kontroversen” war das Thema aber abgesetzt worden. Nun liegen überarbeitete Pläne vor, die Bauamtsleiter Christoph Uhl In der vergangenen Woche dem Gremium vorstellte.

Geplant sind demnach an Stelle des seit langem leerstehenden Gasthofs „Sonne” in der Kemptener Straße ein Neubau mit 16 Eigentumswohnungen, einer Gewerbeeinheit im Erdgeschoss, 17 Tiefgaragenstellplätzen sowie 13 Stellplätzen. Durch die jetzt zwei Gebäude in dem etwa 2000 Quadratmeter großen Baufeld werden die städtebaulichen Gesichtspunkte mit dem neuen Entwurf besser berücksichtigt, so Uhl.

Da es in dem Bereich keinen Bebauungsplan gibt, gilt die Vorgabe, dass sich der Ersatzbau in die Umgebung einfügen muss. „Die Traufhöhe ist marginal unterschiedlich zwischen 20 bis 30 Zentimeter zu den Gebäuden in der Umgebung“, so Uhl in den Erläuterungen.

Bürgermeister wirbt für Vorhaben

„Hier wird dringend benötigter Wohnraum geschaffen“, warb Bürgermeister Pirmin so Joas (CSU) für das Bauvorhaben. Auch sei sichergestellt, dass keine Zweit- oder Ferienwohnungen entstehen.

Die Stellplatzsituation im Bereich des „Mittleren Marktes” sorgte allerdings für Diskussion. „Wir haben schon jetzt Probleme mit den Parkplätzen in dem Bereich“, erklärte Markus Erhart (Freie Wähler). „Der Kirchenparkplatz ist ständig durch Fremdparker belegt. Ich sehe da noch große Probleme auf uns zukommen.“

Auch Petra Wörz schloss sich den Ausführungen ihres Fraktionskollegen an. Sie befürchtet vor allem im Winter Schwierigkeiten, wenn der Schnee die Situation noch verschärfte.

„Es ist innerorts ein ständiger Kampf um die Stellplätze. Das Wohnungsangebot an bezahlbarem Wohnraum ist ebenfalls als sehr schwierig zu bezeichnen“, entgegnete der Rathauschef. Bei zwei Gegenstimmen erteilte der Marktgemeinderat den Plänen schließlich sein Einvernehmen.

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