Kosten steigen deutlich

Nesselwang muss für »Allgäumobil im Schlosspark« mehr ausgeben

Touristen steigen in Linienbus ein.
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Nutzen Gäste im Zuge des Projekts „Allgäumobil im Schlosspark“ den Bus, können sie mit Hilfe der Nesselwang-Card oder der Königscard registriert werden.

Nesselwang – „Es sind positive Zahlen. Ein Ergebnis und Zeichen, dass es gut angenommen wird. Die Zahlen sprechen dafür“, lobte Gemeinderat Peter Schlichtling (CSU) das Projekt „Allgäumobil im Schlosspark“. Die genauen Zahlen des Projekts hat Kämmerer Martin Keller jetzt in der Sitzung des Gemeinderats vorgestellt. Dabei wurde aber auch deutlich: Die Kosten für die Marktgemeinde sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. 

Bei „Allgäumobil im Schlosspark“ können Übernachtungsgäste kostenfrei die Bahn zwischen Kempten und Reutte, sowie von Kaufbeuren bis Füssen nutzen. Auch mit den Buslinien in diesem Bereich sind sie kostenlos unterwegs. Während die Gäste aber bei den Buslinien mit Hilfe der Nesselwang-Card oder der Königscard registriert werden können und so eine einfach Abrechnung mit den Kommunen möglich wird, gestaltet sich das ganze bei der Bahnnutzung schwieriger. Hier werden die Urlauber nur auf Strichlisten erfasst, was eine genaue Zuordnung der Gäste zu den Kommunen erschwert. „Auf absehbare Zeit wird sich da bei der Bahn auch nichts ändern“, informierte Bürgermeister Pirmin Joas (CSU). Deshalb wird hier die Anzahl der kurbeitragspflichtigen Übernachtungsgäste beziehungsweise die Anzahl der Gäste als Berechnungsgrundlage herangezogen, um die Kosten mit den beteiligten Kommunen abzurechnen.

Probleme bei der Abrechnung

Nesselwang hat 2018 229.752 kurbeitragspflichtige Übernachtungen registriert. 2019 waren es 238.600. Bei der Abrechnung ergeben sich allerdings Probleme. Für die Hin- und Rückfahrt eines Gastes, der die Fahrt auf jeder der Teilstrecken für eine gewisse Zeit unterbricht, ergeben sich insgesamt vier Nutzungen. „Die Gästezahl eignet sich deshalb nur bedingt als Berechnungsgrundlage“, erklärte der Kämmerer der Marktgemeinde.

Kostete ‚allgäumobil‘ 2018 der Ostallgäuer Marktgemeinde noch 52.223 Euro, waren es 2019 schon 75.086 Euro. „Die mehr als deutliche Steigerung der Kosten gibt Anlass zu Diskussionen“, sagte Keller.

Die Steigerung liege vor allem an der Ausgleichszahlung, einer Art Solidaritätsbeitrag, für die beteiligten 13 Kommunen. Diese betrugen im vergangenen Jahr 20.315 Euro (2018: 9.448 Euro). „Nesselwang ist damit zum größten Geberort geworden“, erklärte der Kämmerer.

Für die Nutzung der Busverbindungen musste Nesselwang im vergangenen Jahr 31.152 Euro (2018: 20.172 Euro) beisteuern. Für die Zugverbindungen waren es 19.308 Euro (2018: 18.403 Euro), die Marketing-Ausgaben stiegen auf 4.311 Euro (2018: 4.200 Euro).

„Die Ausgaben für Allgäumobil sind auf 80.000 Euro je Kommune gedeckelt. Aber diesen Betrag haben wir bald erreicht“, erläuterte Bürgermeister Pirmin Joas (CSU).

hoe

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