Stärkere Beteiligung

Die Marktgemeinde Nesselwang erhöht ihren Kostenanteil an der Sing- und Musikschule Pfronten

Kind bekommt Gitarrenunterricht
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Nachdem die Gemeinde Pfronten ihren Kostenanteil an der Sing- und Musikschule reduzieren will, hat die Gemeinde Nesselwang beschlossen, ihr stärker unter die Arme zu greifen.

Nesselwang – Die Marktgemeinde Nesselwang greift der Sing- und Musikschule Pfronten stärker unter die Arme. Künftig wird ihre Kostenbeteiligung nicht mehr bei einem Euro je Einwohner, sondern bei etwa zwei Euro liegen. Dafür hat sich jetzt einstimmig der Marktgemeinderat ausgesprochen. 

66 Schülerinnen und Schüler sind derzeit an der Sing- und Musikschule in Pfronten eingeschrieben. Ein großer Teil davon spielt bei einem der drei Nachwuchs-Orchester der Ostallgäuer Marktgemeinde. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats ging es nun um das Defizit der Sing- und Musikschule und wie stark die Kommune hier helfen sollte. Bis 2018 lag die Kostenbeteiligung des Marktes Nesselwang bei einen Euro je Einwohner.

„Die Sing- und Musikschule ist auf die Kostenbeteiligung angewiesen“, sagte Bürgermeister Pirmin Joas (CSU). „Pfronten, das bisher die Hauptlast getragen hat, will seinen Anteil reduzieren“. Kämmerer Martin Keller stellte die Zahlen für die Jahre 2018 bis 2020 vor. So betrug der Kostenanteil für 2018 des Marktes Nesselwang etwa 4000 Euro.

Freiwilliger Zuschuss

Für die kommenden vier Jahren wurde eine Kostenbeteiligung von 6500 Euro bis etwa 7500 Euro errechnet. „Die Schule hat ein relativ günstiges Gebührenaufkommen für die Schüler und deren Eltern“, informierte Keller. Pfronten orientiere sich dabei an den durchschnittlichen Sätzen der bayerischen Sing- und Musikschulen sowie an denen in der Umgebung. Die Gebühren in Füssen und Marktoberdorf seien demzufolge um einiges höher als in Pfronten.

„Es handelt sich hier um einen freiwilligen Zuschuss des Marktes“, erläuterte Joas. Er schlug vor, dass der Markt die Hälfte des Defizits, das Nesselwang betrifft, übernimmt, „auch um einen Anreiz zu schaffen, dass die Sing- und Musikschule wirtschaftlich arbeitet“.

Lob für Musikschule

Stephan Abt (CSU) bat die Sing- und Musikschule darauf hinzuweisen, das diese bei absehbaren Kostensteigerungen sich rechtzeitig meldet und die Marktverwaltung darüber informiert.

Andrea Allgaier und Petra Wörz (beide Freie Wähler) lobten die Arbeit der Einrichtung. „Der Nachwuchs für die Nesselwanger Harmoniemusik, das Schülerblasorchester und die Nesselholzer werden durch externe Musiklehrer gefördert“, sagte Allgaier. Einstimmig befürwortete der Rat die steigende Kostenbeteiligung, „die jetzt dann bei etwa zwei Euro liegt“, so der Bürgermeister abschließend.

hoe

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