Nesselwanger machen mobil

IG Nesselwang sammelt über 500 Unterschriften gegen Hotel-Erweiterung

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Gerhard Korn übergibt die über 500 Unterschriften gegen das Projekt an Bürgermeister Franz Erhart.

Nesselwang – Mehr als 500 Unterschriften übergab Gerhard Korn im Namen der Interessengemeinschaft (IG) „Freunde der Maria-Trost-Allee“ an Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart vor der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats.

Die Interessengemeinschaft hatte sich im November vergangenen Jahres gebildet, nachdem die Ausbau- und Erweiterungspläne der Explorer-Gruppe um den Gasthof „Sonnenbichl“ und das Hotel „Explorer“ bekannt geworden waren.

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft sind gegen die Erweiterung um die in der Sitzung vom 22. Oktober vergangenen Jahres vorgestellten 15 Ferienwohnungen in drei Häusern (derKreisbote berichtete). Zwei weitere Gebäude in Größe und Kubatur des bestehenden Gasthofs sollen nach ersten Plänen des Investors in Richtung Nesselwang im Norden des Grundstücks errichtet werden.

In einer Pressemitteilung der Marktveraltung war einige Tage später aber nur noch von zehn Ferienwohnungen als Ziel der Explorer-Gruppe zu lesen. Auch die Gastronomie sollte entgegen der in der Sitzung vorgestellten Pläne erhalten werden. Das Planungsareal der Explorer-Gruppe befindet sich im Außenbereich in dem die letzte Entscheidung dem Landratsamt obliegt.

In mehreren Treffen hatte sich die Gemeinschaft schließlich entschlossen, die Pläne einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und Unterschriften gegen die Ausbaupläne zu sammeln. In zwei an die Markträte und die Nesselwanger Marktverwaltung gerichteten Schreiben bat die Interessengemeinschaft außerdem um ein offenes Gespräch. Der Einladung zu einem Dialog über die Planungen folgten drei Räte aus zwei der drei im Marktgemeinderat vertretenen Fraktionen. Gerhard Korn zitierte jetzt bei der Übergabe der Unterschriften an Bürgermeister Franz Erhart einen Satz aus dem Leitbild der Marktgemeinde Nesselwangs, das vor einigen Jahren erstellt wurde „Die Entwicklung und Nachverdichtung des Ortskerns ziehen wir grundsätzlich der Inanspruchnahme neuer Wohn- und Gewerbeflächen am Ortsrand vor“. Korn war bei der Konzeption und Erstellung des Leitbilds vor einigen Jahren dabei.

„Wir nehmen das sehr ernst und werden es in einer der nächsten Sitzungen auf die Agenda nehmen“, versprach Erhart. Derzeit befindet man sich noch in der Planungsphase, so Erhart weiter.

Herbert Hoellisch

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