"Fast identische Rekonstruktion"

Zur Einweihung der neuen Schutzhütte schenkt Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart eine Runde aus. Foto: Hoellisch

Nesselwang – Bereits 1888 wurde eine erste Schutzhütte am Nesselwanger Hausberg, dem Edelsberg, erwähnt. Zur Einweihung der neuen Schutzhütte, die nach alten Vorbild errichtet wurde, begrüßte Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart am Sonntag zahlreiche Einheimische und Gäste.

„Anhand von alten Bildern war eine fast identische Rekonstruktion möglich“, so Erhart. Er dankte der ausführenden Firma Lerchenmüller und deren Inhaber Gabriel Lerchenmüller aus Maria-Rain für die hervorragende Arbeit. Erharts Dank galt ebenfalls dem Rechtlerverband Nesselwang mit dem Vorsitzenden Alfons Köberle, auf dessen Grund die Schutzhütte errichtet wurde. In der Hütte, die in einem Naturschutzgebiet steht, sind zwei Informationstafeln angebracht, die über das historische Vorbild und die seltenen Rauhfußhühner informieren. „Wir wollen unseren Gästen Natur zeigen und näher bringen“, erklärte Nesselwangs Bürgermeister. „Der Edelsberg ist seit mehr als 126 Jahren Erholungs- und Ausflugsziel. Seit der Zeit haben wir eine riesige touristische Entwicklung gemacht“, so Erhart weiter. 

Vom Gipfel des Edelsberg sind bei klarer Sicht mehr als 300 Alpengipfel zu sehen. Einen Überblick über einen kleinen Teil der Gipfel gibt die ebenfalls neu errichtete Panoramatafel, die wenige Meter oberhalb der Schutzhütte steht. „Die steht auf Pfrontener Grund“, so Erhart. 

Bauherrendusche für Rathauschef Erhart 

Für die gute und problemlose Zusammenarbeit bei der Realisierung dieses Projekts dankte er dem Vorsitzenden des Pfrontener Rechtlerverbandes, Bernhard Mayer, der bei der Einweihung ebenfalls anwesend war. „Die alte Tafel war eine Arbeit des Nesselwanger Fotografen Klose“, so der Rathauschef. Nesselwangs Pfarrer Heribert Stiegler segnete die neue Schutzhütte und bat um Schutz und Segen für alle, die darin Zuflucht suchen werden. 

Im Anschluss an den kirchlichen Segen baten zwei Zimmerer der Firma Lerchenmüller Erhart den Richtbaum aufzuhängen. Dabei kam er unter großem Gelächter der Gäste auch um die Bauherrendusche nicht herum. „Als Zimmerermeister hätte ich es ja wissen müssen“, kommentierte Erhart lachend. Den traditionellen Richtspruch hatte Zimmerer Alexander Schmölz selbst verfasst. 

Michael Schade, Vorsitzender des Verkehrsvereins Nesselwang, der die beiden Projekte mit unterstützt hatte, erklärte das Zustandekommen der neuen Panoramatafel. „Die alte Tafel war aus dem Jahr 1954. Der Zustand der doch sehr in die Jahre gekommenen Tafel wurde von Gästen und Einheimischen zurecht kritisiert und machte eine Neugestaltung notwendig“, so Schade. Sein Dank galt der Firma Ehme Werbung aus Wertach für die grafische Gestaltung, der Firma Haas Metallbau aus Nesselwang für die Umsetzung sowie dem Bauhof Nesselwang. Er lobte auch die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Alpspitzbahn Nesselwang und deren Geschäftsführer Ralf Speck. 

Ein neuer Weg führt auf den Edelsberg 

Als drittes Projekt feierten die Anwesenden die Neugestaltung des Weges auf den Edelsberg. „Der Edelsberg war auch der Berg der tausend Wege“, sagte Erhart. Die zahllosen Trampelpfade Richtung Gipfel machten eine Neuanlage notwendig, die die Alpspitzbahn Nesselwang realisierte. Die neue Wegeführung wurde bei mehreren Ortsbegehungen zusammen mit dem Vorstand des Rechtlerverbandes Alfons Köberle festgelegt. „Ich denke, das ist gelungen“, zieht der Nesselwanger Rathauschef sein Fazit. hoe

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