Nesselwangs Bürgermeister ärgert sich über Zustand des Bahnhofs

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In einem traurigen Zustand präsentiert sich derzeit der Bahnhof in Nesselwang. Mit einem Bahnhof aus den Zeiten der UdSSR verglich ihn gar der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (FW) während seines Besuchs im Mai. Seitdem hat sich an der Situation nichts geändert.

Nesselwang – Bis sich was am Nesselwanger Bahnhof tut, wird es wohl noch dauern. Das wurde bei der jüngsten Sitzung des Nesselwanger Marktgemeinderates deutlich.

„Ich bin überzeugt – da passiert gar nix“, sagte Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart (CSU) in der aktuellen Sitzung. „Da hat keiner Lust irgendwas zu unternehmen“. Seit 2008 hat der Markt bereits mehrfach Interesse an einem Kauf des Gebäudes bei den zuständigen Vertretern in München und Berlin bekundet, aber bisher kein Angebot erhalten. Einen Ordner voll umfasst mittlerweile der Schriftverkehr des Marktes Nesselwang mit der Deutschen Bahn AG um den maroden Nesselwanger Bahnhof. 

„Der Zustand entspricht eher einem Bahnhof aus der Zeit der UdSSR, als dem eines renommierten Wintersport-Ortes im Allgäu“, hatte bereits im Mai diesen Jahres der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl moniert (der Kreisbote berichtete). 

Im vergangenen Jahr wurde ein Besuch von zwei Vertretern der DB AG noch als Lichtblick gewertet, das zumindest ein alter Schuppen und der ebenfalls baufällige Bahnhofs-Kiosk abgerissen werden. „Wir warten jetzt noch etwas ab und schalten dann die hohe Politik ein“, so der Rathauschef. 

Neuer Zigarettenautomat 

Zumindest der alte und verwilderte Garten beim Bahnhofskiosk wurde in den vergangenen Wochen mit Mitteln des Marktes eingeebnet. „Wir als Gemeinde versuchen es ordentlich zu halten“, sagte Erhart. 

Für Kopfschütteln im Rat sorgte jedoch etwas, was allem widerspricht, was die DB mit all ihren rauchfreien Bahnhöfen propagiert – am Wartehäuschen auf dem Gelände wurde ein Zigarettenautomat installiert.

Herbert Hoellisch

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