Neue Krippenplätze einrichten

Hier im Kindergarten St. Gabriel könnte nach den Empfehlungen des Sozialauschusses für den Stadtrat eine Krippengruppe mit zwölf Plätzen entstehen. Foto: Knoll

Zwölf neue Krippenplätze sollen zu den bereits bestehenden 53 Plätzen im Kindergarten Sternschnuppe und in der AWO-Kita hinzukommen. Der einfachste Weg wäre, so Bürgermeister Paul Iacob (SPD) diese in bereits bestehenden Einrichtungen unterzubringen. Deshalb soll sich die Stadtverwaltung mit der Dekanatsgeschäftsstelle besprechen, ob man die im Kindergarten St. Gabriel oder im Pfarrhaus „Zu den Acht-Seligkeiten“ unterbringen könnte. Zu dieser Empfehlung an den Stadtrat hat sich der Ausschuss für Kultur, soziale Angelegenheiten und Sport in seiner Sitzung am Dienstag geeinigt.

Da ab dem 1. August 2013 jedes Kind zwischen ein bis drei Jahren das Recht auf einen Betreuungsplatz hat, haben Anja Mayr und Sabine Brems vom Jugendamt Ostallgäu eine Elternbefragung bezüglich des Bedarfs in Füssen vorgestellt. Zwar gab es in 14 Jahren „keine Eltern im Ostallgäu, die sich einen Kita-Platz eingeklagt haben“, aber trotzdem müsste die Stadt ausreichende Krippenplätze zur Verfügung stellen. Momentan gibt es in Füssen rund 320 Kinder in diesem Alter. Da die Zahl in den nächsten Jahren vermutlich wieder ansteigen werde, empfehle das Jugendamt bei der Bedarfsplanung einen kleinen Puffer einzubauen. Von den befragten Eltern denken in Füssen 59 Prozent über eine Betreuung nach. Das sei eine höhere Zahl als beispielsweise in Marktoberdorf oder Buchloe, erklärte Mayr. Das geplante Elterngeld spiele im Vergleich zu Marktoberdorf oder Buchloe hingegen keine so große Rolle. So würden bei einer Einführung nur 33 Prozent der Befragten in Füssen umschwenken und ihr Kind zu Hause betreuen, erklärte Mayr. Insgesamt gehe das Jugendamt davon aus, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Füssen bei 20 Prozent liege, meinte Mayr. Da Füssen momentan eine Quote von 17 Prozent habe, müsste die Stadt mindestens 12 zusätzliche Plätze schaffen, um die empfohlene Prozentzahl zu erreichen. Allerdings sei nicht damit zu rechnen, dass sich der Bedarf „ad hoc verändert“, wenn es einen Rechtsanspruch gibt, erklärte Mayr auf Nachfrage. Aber für einen Neubau fehlen das Gelände und die finanziellen Mittel, erklärte Iacob. Deshalb wäre es der einfachste Weg, diese Plätze in bereits bestehenden Einrichtungen unterzubringen, meinte der Rathauschef. So könnte man sie beispielsweise im Pfarrheim „Zu den Acht Seligkeiten“ oder im Kindergarten St. Gabriel unterbringen. Dass sie gerne Krippenplätze anbieten würde, erklärte auch Elke Sontheimer von der Dekanatsgeschäftsstelle, die Anfragen dafür seien vorhanden. Allerdings müssten die Räume dann entsprechend umgebaut werden, meinte Iacob. Dabei kann die Stadt mit einem staatlichen Zuschuss von rund 74 Prozent rechnen, wenn die Einrichtung noch 2013 in Betrieb geht, warf Brems ein. So empfahl der Ausschuss dem Stadtrat, zwölf Krippenplätze zu genehmigen und die Stadtverwaltung zu beauftragen, Gespräche mit der Dekanatsgeschäftsstelle zu führen.

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