Neue Soko setzt auf die Hilfe der Bevölkerung 

Polizei geht neue Wege

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Die Kemptener Kriminalbeamtin Daniela Husseneder (2. v.l.) von der Soko Wohnungseinbruch und der Füssener Kontaktbeamte Roland Berkmüller (links) kommen mit Passanten ins Gespräch. Als „Lockvogel“ dient in der Füssener Fußgängerzone die „Löwin” Lexi.

Füssen – Mit einer Aktion hat die Polizei jetzt auf ihre neue Soko Wohnungseinbruch aufmerksam gemacht. Dabei „setzt unser Polizeipräsidium Schwaben Süd/West darauf, dass die Sonderkommission von den Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wird", erklärte erklärte die Kriminalbeamtin Daniela Husseneder. 

Polizist Roland Berkmüller ist als „Kontaktbeamter“ ein bekanntes Gesicht. Mit ihm am Stadtbrunnen war nicht nur Thomas Zeidler, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Pfronten, mehrere Stunden in Füssen im Einsatz. „Wir sind alle froh, wenn wir zeitgleich informiert werden und uns der Anrufer die Beschreibung der Person gibt, die sich nach seiner Beobachtung gerade verdächtig verhält“, so Zeidler gegenüber dem Kreisbote. Derweil sprachen mehrere Kolleginnen und Kollegen, einige davon noch in Ausbildung, Passanten an. Die Angst, Opfer eines Einbruchs zu werden, ist weit verbreitet, weil diesbezügliche Polizeimeldungen offenbar zunehmen und das Gefühl von Sicherheit durch diese Delikte beeinträchtigt werden kann. Um das Problem in den Griff zu bekommen, wurde eine Sonderkommission (Soko) gebildet, die Wohnungseinbrüche gezielt verhindern und aufklären soll. Mit der Hilfe aus der Bevölkerung gehen "wir einen neuen Weg zur Bekämpfung dieser Delikte, die auch bei uns leider zugenommen haben", so Husseneder.

Hinweise nimmt die Polizei über die Telefonnummer 110 entgegen. Was bei der Kontaktaufnahme mit der Polizei über 110 wichtig ist, steht kurz zusammengefasst auf der Rückseite des Flyers, den die Beamten des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West vormittags in Pfronten und am Nachmittag in der Füssener Innenstadt verteilten. 

Das sind zum Beispiel Angaben zur Körpergröße und Statur einer verdächtigen Person. Durch genaue Beobachtung sollte es auch möglich sein, das Alter zu schätzen und die getragene Kleidung zu beschreiben. Wie Zeidler und Berkmüller berichteten, ist für die Polizei auch die Haarfarbe der verdächtigen Person von Bedeutung. Nicht zuletzt geht es um Auffälligkeiten, damit die Streife erkennen kann, wen sie kontrollieren sollte. 

Einbrüche nehmen zu 

Fakt ist, so Husseneder , dass Einbruchsdelikte ab November zunehmen. Die von der Soko ins Auge gefasste Region sei vergleichsweise sicher, so die Kemptener Kriminalbeamtin. Um solche Delikte auch weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt halten zu können, „verstärken wir gezielt die Prävention“. Denn jeder Wohnungseinbruch belaste die Opfer und deren Sicherheitsempfinden enorm, da erheblich in die Privatsphäre eingegriffen werde. 

Für die Polizei, so hieß es bei der durchweg positiv aufgenommenen Aktion in Füssen, hat die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche daher höchste Priorität. „Aus diesem Grund schöpfen wir alle Möglichkeiten aus, um diesem Phänomen entgegen zu treten“, betonte die Kriminalbeamtin. 

In diesem Zusammenhang, so Husseneder weiter, „sind für uns konkrete Hinweise aus der Bevölkerung wichtig, denn sie können zur Ermittlung und Festnahme von mutmaßlichen Einbrechern führen.“

Chris Friedrich

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