Neue Tagesstätte eingeweiht

Zur Eröffnung gab es viele Gespräche, hier Gerhard Becker (v.l.), Geschäftsleiter „Wohnen und Fördern“, Sinje-Isabel Wystrach und Andrea Jakobs aus dem Füssener Team sowie Ergotherapeut Steffen Holzwarth aus Günzburg. Foto: cf

Im Sozialpsychiatrischen Zentrum Augustenhof wurde die neue Tagesstätte für seelische Gesundheit in einer Feierstunde eröffnet. Besuche in der Einrichtung in der Augustenstraße 14 sind Montag, Mittwoch, Donnerstag von 9 bis 15 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr möglich. Wer erstmals hierher kommt, führt ein vertrauliches Gespräch mit dem Mitarbeiterteam.

In den ersten Stock des Zentrums ist vor etwa einem Jahr eine Beratungsstelle der Diakonie Augsburg eingezogen. Beide Träger – Diakonie und Bezirkskliniken Schwaben – haben nach langer Anlaufzeit das Ziel erreicht, ihre speziellen Angebote für Füssen und das Umland unter einem Dach und vor allem auch in zentraler Lage anbieten zu können. Dieser Erfolg spiegelte sich im Kreis der Feier wider. Denn das Diakonie-Team „von oben“ kam die Treppe herunter. In Grußworten wurde betont, dass die Feier in einem offenen Rahmen stattfand, in dem die ehrenamtlichen Mitarbeiter und die von ihnen betreuten Menschen einen festen Platz hatten. Wer psychisch erkrankt, zieht sich oft in die eigenen vier Wände zurück. „Aber in der Wohnung fällt den Leuten die Decke auf dem Kopf. Die Frau oder der Mann fühlt sich mutlos und weiß nicht, welche Schritte in dieser Situation möglich sind, um das eigene Leben wieder schöner zu gestalten“, erklärte Simone Haselhofer gegenüber dem KREISBOTE nach der Feier. Die Leiterin der Tagesstätte Günzburg ist sicher: „Wenn es sich herumgesprochen hat, wird auch in Füssen unser Angebot zur Tagesgestaltung gut angenommen.“ Träger der neuen dezentralen Einrichtung mit offenen Türen für Männer und Frauen mit psychischen Problemen sind die Bezirksklinken Schwaben. Deren Vorstandsvorsitzender Thomas Düll, und auch Jürgen Reichert, Verwaltungsratsvorsitzender der Bezirkskliniken und Bezirkstagspräsident in Personalunion, waren nach Füssen gekommen. Es sprachen Landrat Johann Fleschhut und Ursula Lax. Die 2. Bürgermeisterin sagte: „Wir haben für diese wichtige Einrichtung gekämpft.“ Der Herzenswunsch habe sich nun erfüllt, so Lax. „Die Umbaumaßnahmen dauerten länger als geplant, weil auch für Barrierefreiheit zu sorgen war“, erklärte Gerhard Becker. Wie der Geschäftsleiter „Wohnen und Fördern“ der Bezirksklinken Schwaben mit Blick auf die aufgebrachten 100.000 Euro Kosten unterstrich, gibt es links neben dem Treppeneingang „jetzt einen Lift“. Hervorgehoben wurde die bahnhofsnahe Lage des Hauses in der Stadt. Die Zeiten sind glücklicherweise längst vorbei, als psychiatrische Häuser weit entfernt vom gesellschaftlichen Leben geführt wurden, betonten die Redner vor der Segnung der Räume durch Pfarrer Frank Deuring und seinem evangelischen Kollegen Joachim Spengler. Musikalische Unterhaltung bot das Duo „Vis a Vis“ und viel Beifall erhielt der ermunternde Sketch der Theatergruppe der Tagesstätte „Alte Pforte“ Günzburg zum Thema „Gemeinsam – statt einsam“.

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