Neuer Geburtshilfechef in Füssen

Die gynäkologische und geburtshilfliche Abteilung im Füssener Klinikum bekommt zum 1. April einen neuen Chefarzt. Außerdem soll hier auch der Bettentrakt saniert werden. Foto: Knoll

Auf der kürzlich stattgefundenen 50. Verwaltungsratssitzung der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren hat das Aufsichtsgremium klar gestellt, dass es den Verbund für richtig hält und keinen Grund für eine Auflösung des Unternehmens sieht. Das berichtet Susanne Kettemer, Sprecherin des Landratsamts. Außerdem wählte es unter anderem Dr. Winfried Eschholz zum neuen Chefarzt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe in Füssen.

Bereits in der letzten Sitzung hat sich Eschholz vorgestellt und dabei das Gremium überzeugt. Zum 1. April will der Mediziner, der derzeit noch als Oberarzt in der Frauenklinik Kaufbeuren tätig ist, die gynäkologische und geburtshilfliche Abteilung in Füssen voranbringen. Zur Umsetzung der Baumaßnahmen, vor allem der Sanierung des Bettentrakts, beschloss der Aufsichtsrat einen neuen Zeitplan. Aktuell stimmt sich das Aufsichtsgremium mit allen Planern und den Klinikverantwortlichen ab. „Daraus ergibt sich der noch festzusetzende Baubeginn, der möglichst früh sein soll“, erklärt der seit dem Jahreswechsel amtierende Vorsitzende und Landrat Johann Fleschhut. Die Verlagerung der Geriatrischen Reha, also der Reha im Bereich der Altenheilkunde, beschloss der Verwaltungsrat ebenfalls. Allerdings ließ er den Ort noch offen. Im April soll der neue Linksherzkathetermessplatz in Füssen in Kooperation mit dem Bezirkskrankenhaus Reutte in Betrieb gehen. Er soll die kardiologische Versorgung des südlichen Landkreises unter der Leitung von Chefarzt Dr. Martin Hinterseer verbessern. Voraussichtlich zur Jahresmitte wird zudem ein neuer Computertomograph in der Klinik Füssen installiert. Zum 1. Februar wird das ambulante Operationszentrum in Marktoberdorf laut den Angaben des Verwaltungsrats in Betrieb genommen. Dort sollen an fünf Tagen in der Woche die ambulanten Operationen der Kliniken sowie der verschiedenen Belegärzte vorgenommen werden. Die Operationspläne hierfür seien bereits erstellt. Somit sei die notärztliche Versorgung der Marktoberdorfer Bevölkerung unter der Woche gesichert. Die Geriatrie soll nach einem früheren Beschluss des Verwaltungsrates überwiegend ein externer Träger übernehmen. Ein von der Firma Kienbaum erstelltes Exposé wird dann an mehrere Interessenten verschickt und das Ergebnis wird dem Verwaltungsrat anschließend vorgelegt. Die von der Stadt Marktoberdorf beauftragte Firma ProKlinik hat ihre Vorschläge dem Verwaltungsrat und Bürgermeister Werner Himmer bereits vorgestellt. Die Beraterfirmen sollen sich nach dem Willen des Verwaltungsrats noch abstimmen. Vor dem Hintergrund des anstehenden Bürgerentscheids hat der Verwaltungsrat bekräftigtt, dass er den Erhalt des Klinikverbunds für richtig hält und keinen Grund für eine Auflösung des Kommunalunternehmens sehe. Der Verwaltungsrat sei auf dem richtigen Weg, das Kienbaum-Gutachten und die bisher gefassten Beschlüsse erfolgreich umzusetzten. Fleschhut verwies außerdem darauf, dass ohne Zustimmung des Verwaltungsrates und der Stadt Kaufbeuren eine Auflösung des Verbunds ausscheiden werde. Er freue sich über eine intensive, sachliche und harmonische Arbeitssitzung „mit für alle Standorte zählbaren Ergebnissen”.

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