Generationenwechsel in der Luft

ARA Luftrettung läutet mit neuem Rettungshubschrauber ein neues Kapitel ein

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Stolz präsentiert die ARA Luftrettung am Freitag ihren neuen Hubschrauber „H145“. Die beiden Triebwerke des neuen Rettungshubschraubers leisten zusammen 1600 PS.
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Stolz präsentiert die ARA Luftrettung am Freitag ihren neuen Hubschrauber „H145“. Die beiden Triebwerke des neuen Rettungshubschraubers leisten zusammen 1600 PS.
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Stolz präsentiert die ARA Luftrettung am Freitag ihren neuen Hubschrauber „H145“. Die beiden Triebwerke des neuen Rettungshubschraubers leisten zusammen 1600 PS.
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Stolz präsentiert die ARA Luftrettung am Freitag ihren neuen Hubschrauber „H145“. Die beiden Triebwerke des neuen Rettungshubschraubers leisten zusammen 1600 PS.
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Stolz präsentiert die ARA Luftrettung am Freitag ihren neuen Hubschrauber „H145“. Die beiden Triebwerke des neuen Rettungshubschraubers leisten zusammen 1600 PS.
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Stolz präsentiert die ARA Luftrettung am Freitag ihren neuen Hubschrauber „H145“. Die beiden Triebwerke des neuen Rettungshubschraubers leisten zusammen 1600 PS.

Reutte – Alles was Rang und Namen im Bereich der Blaulichtorganisationen, in der Verwaltung und in der Politik im Außerfern hat, war am vergangenen Freitag bei der In-Dienst-Stellung des neuen Rettungshubschraubers „RK2“ am Areal des Reuttener Bezirksrankenhauses vor Ort.

Am Nachmittag nutzte die Bevölkerung ausgiebig die Möglichkeit, den neuen „Hubi“ kennen zu lernen. Mit dem Einsatz des ersten Notarzthubschraubers des Typs H 145 in Österreichs am BKH Reutte läutet die ARA-Flugrettung einen Generationenwechsel in der österreichischen Flugrettung ein. Seit 16 Jahren agieren die Retter im Außerfern und haben in dieser Zeit rund 13.000 Einsätze geflogen. 

Das neue Gerät, auf dem das ärztliche und technische Personal intensiv geschult wurde, ist durch die Leistungsstärke für den Einsatz in der Luftrettung im Gebirge hervorragend geeignet. Der Hubschrauber verfügt über zwei Turbinen mit je 800 PS Leistung, kann schneller steigen und mehr Last befördern als das Vorgängermodell. Der ummantelte Heckrotor sorgt für noch mehr Sicherheit und drückt auch die Lärmemission. 

Vier Mann Besatzung sorgen für klaglose Einsätze auch unter schwierigsten Bedingungen. Das Fluggerät verfügt über einen Vier-Achsen-Autopilot, ein Wetterradar und eine vollumfassende Nachtflugausstattung. Die Reichweite liegt bei rund 700 Kilometern und mit einer Geschwindigkeit von über 260 km/h überwindet die H145 größere Distanzen in kurzer Zeit. Dieser Vorteil kommt insbesondere bei zeitkritischen Transporten von Intensivpatienten zwischen Kliniken zum Tragen. Zwei Stationspiloten, 12 Notärzte, vier Notfallsanitäter (Winschoperator) und vierzehn Flugretter bilden den Kern der Mannschaft am Stützpunkt beim Bezirkskrankenhaus Reutte in Ehenbichl. 

Über 1000 Mal war die Crew im Jahr 2017 in der Luft. Geflogen wurden in diesem Zeitraum 914 Notfalleinsätze und 93 Sekundärtransporte. Das Einsatzgebiet umfasst dabei das Außerfern. Darüber hinaus fordern die Integrierte Leitstelle Allgäu und Oberland den RK2 von deutschem Gebiet aus an. Nach raschen zielorientierten Verhandlungen konnte eine Kooperation zwischen dem ARBÖ (Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs) und der ARA fixiert werden.

Ebenfalls vor Ort am Sicherheitsstandort zum erfreulichen Anlass war am Freitag der Geschäftsführer der ARA-Flugrettung, Dr. Peter Huber, und der Präsident das ARBÖ, Dr. Peter Rezar. Die beiden Verantwortlichen zeigten sich überzeugt von der Sinnhaftigkeit der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Flugrettung auch im grenzüberschreitenden Bereich. 

„Auf der einen Seite haben wir einen der größten und ältesten Verkehrsclub Österreichs, der unter anderem mit Mobilitätsdienstleistungen, Versicherungen und Fahrsicherheitszentren einen großen Beitrag für die Versorgung seiner über 400.000 Mitglieder leistet“, sagte Huber. „Auf der andren Seit die ARA-Flugrettung, die mit ihren Notarzthubschraubern das ganze Jahr über Notfallrettung aus der Luft betreibt. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam die sicherheitstechnische und medizinische Versorgung weiter vorantreiben und diese nachhaltig erhöhen können.“ 

Das sah auch Dr. Peter Rezar vom ARBÖ so: „Diese Kooperation eröffnet beiden Unternehmen viele neue Möglichkeiten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und den damit verbundenen Ausbau unseres Dienstleistungsportfolios.“ Beide sprachen von einem „historischen Tag“. Ein zweites Fluggerät dieser Art soll von den beiden Institutionen im Sommer in Fresach in Kärnten in Betrieb genommen werden.

niko

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