Mit Bauhelm ins Wasserbecken

Das Bauunternehmen Scheibel stellt sich der Grill-Pool-Challenge

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Thomas Scheibel (mit Schwimmreif und weißem Helm), Juniorchef bei der Baufirma Scheibel, und seine Mitarbeiter haben sichtlich Spaß bei der Grill-Pool-Challenge.

Füssen – „Aufgabe gelöst“, verkündete Thomas Scheibel, Juniorchef der Baufirma Scheibel am Montagnachmittag, während er mit Schwimmreif, Bauhelm und umgeben von Quietsche-Enten im 20 Grad kalten, „firmeneigenen” Pool stand.

Denn das Unternehmen hatte sich dazu entschlossen bei einem neuen Internet-Trend mitzumachen: Der Grill-Pool-Challenge. Scheibels Leute – annähernd 50 an der Zahl – hatten dafür auf dem Lagergelände des Unternehmens am Kühbrunnen ebenfalls nasse Füße bekommen und demonstrierten dabei eine ansteckend gute Laune. Kein Wunder: alle wurden hier mit Fleisch vom Grill und Freibier gut versorgt. Dass es künftig an jedem Montag so in der Firma zugehen sollte, war als Motto zu hören. 

Dabei war allen Teilnehmern klar: Für Scheibel war die Teilnahme an der Grill-Pool-Challenge eine einmalige Sache, die riesigen Spaß gemacht hatte. Ähnlich wie vor einigen Jahren die populäre Ice-Bucket-Challenge, bei der sich die Teilnehmer einen Eimer eiskaltes Wasser über den Kopf schütteten, verbreitet sich die Grill-Pool-Challenge derzeit schnell im Netz. 

Hier geht es darum, mit den Füßen im Wasser ein Firmengrillfest zu feiern und von diesem geselligen Ereignis ein Video ins Internet zu stellen: je origineller das Ganze, desto besser. 

150 Liter Freibier als Strafe

Um die Spielregeln dieser neuen Challenge deutlich zu machen, zeigte Thomas Scheibel dem Kreisbote die Aufnahmen aus dem Kreis der Firma Bauass Köpf. „Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass man selbst nominiert wird. Das hat in unserem Fall Bauass Köpf getan“, erläuterte der Füssener Unternehmer. Hätte Scheibel nicht innerhalb von einer Woche einen Pool gebaut und ein Grillfest auf die Beine gestellt, hätte die Firma als Strafe 150 Liter Freibier an die Köpf-Belegschaft liefern müssen. 

Diese Regel gilt nun auch für die drei neuen Challenge-Teilnehmer, die das Scheibel-Team nominiert hatte. Dazu gehört die Firma Heinz Heer Pfronten. Weiter nominierte das Scheibel-Team die Firma Markus Schneidberger in Schwangau und das Dachser Betonwerk Marktoberdorf. 

Bevor das Scheibel-Team die Nominierungen im Pool lautstark verkündeten, spielten sich auf dem Firmengelände Szenen ab, als würde hier eine Filmkomödie gedreht. „Scheibel die Vierte“, hätte der Kameramann den nächsten Take ankündigen können, bevor Thomas Scheibel im Auto vorfuhr und seinen Mitarbeitern verkündete: „Wir sind nominiert“. 

Zum Finale standen dann alle Männer dicht gedrängt im Pool. Darüber schwebte eine Drohne, die wohl spektakuläre Bilder aus der Luft einfing. Einer aus dieser gut gelaunten Gruppe war zuvor schon voller Vorfreude – und zur Gaudi seiner Kollegen – in einer knappen Badehose am Set erschienen. Daneben wollten einige Kollegen im neuen Firmenpool schnorcheln. Zum Relaxen standen Liegestühle bereit.

 Doch wer hier saß, war vor Wasserangriffen seiner badenden Kollegen nicht sicher. „Der Spaß steht im Vordergrund“, sagte Thomas Scheibel im Gespräch mit dem Kreisbote. „Eine solche Aktion dient dem Zusammenhalt und soll junge Leute auf unsere Firma und das hier herrschende motivierende Betriebsklima aufmerksam machen.“ 500 Euro-Spende an THW Bei Scheibel war klar, dass sich der Feierabend an diesem Montag etwas nach hinten verschieben würde. 

„Das Ende des Grillfestes ist offen“, so der klitschnasse Juniorchef, der mit dem Ablauf der Challenge offensichtlich rundum zufrieden war. Die Geschäftsführung der Baumfirma nutzte die Challenge zudem, um dem Technischen Hilfswerk THW in Füssen eine 500 Euro-Spende zukommen zu lassen. 

cf

 Ein Video davon gibt es hier und hier.

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