21 Ostallgäuer bestehen ihre Ausbildung zum Seniorenbegleiter

Die Zugehörigkeit fördern

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Der älteste und die jüngste Teilnehmerin: Gerhard Meier aus Kaufbeuren tauscht sich während der Ausbildung zum Seniorenbegleiter mit Petra Stemplinger aus Jengen aus.

Ostallgäu – Im Landkreis Ostallgäu gibt es 21 neue Seniorenbegleiterinnen und -begleiter. Sie erhielten jetzt ihre Zertifikate für die bestandene Ausbildung.

Diese hatte das Bistum Augsburg zusammen mit dem Landkreis Ostallgäu angeboten, wie das Landratsamt Ostallgäu jetzt bekannt gibt. Die Ausbildung richtete sich nach Angaben des Landratsamtes an Menschen, die sich ehrenamtlich für ältere Mitbürger in der Pfarrgemeinde oder Kommune engagieren möchten. 

Es war eine lebhafte Gruppe, die sich dafür an vier Wochenenden im Pfarrheim in Lengenwang traf. Die siebzehn Frauen und vier Männer hatten unterschiedliche Gründe, an der Ausbildung zum Seniorenbegleiter teilzunehmen. Einige von ihnen sind pflegende Angehörige oder haben bereits in ihrem Ehrenamt mit älteren Bürgern zu tun. 

Andere denken derzeit darüber nach, sich zukünftig als Seniorenbegleiter zu engagieren. Erfahrung austauschen Der älteste Teilnehmer war 75 Jahre, die jüngste 36 Jahre alt. „Wir verstanden uns jedes Mal besser und freuten uns auf das nächste Wochenende“, sagte Mathias Eckart aus Pfronten. 

Denn nicht nur die Seminarinhalte, sondern auch die Erfahrungen der Teilnehmer und der Austausch darüber machten die Wochenenden für die Interessierten wertvoll. So reichten die Themen vom älter werden heute über Kommunikation, Rolle des Ehrenamts und Pflegeversicherung bis hin zur Sterbebegleitung. 

Christine Seiz-Göser, Seniorenbeauftragte des Landkreises Ostallgäu, dankte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Sorgetätigkeit und wünschte den Ehrenamtlichen genügend Balance zwischen der Sorge um andere und der Selbstsorge. 

Zusammenhalt stärken

Diakon Robert Ischwang betonte die gemeinsamen Ziele von Kommune und Kirche, den Zusammenhalt zu stärken und die Zugehörigkeit zum Ganzen zu fördern. Seniorenbegleiterinnen und -begleiter könnten hier eine besonders wichtige Rolle einnehmen. 

Neuer Kurs 2018

Das Bistum Augsburg und der Landkreis Ostallgäu bieten nach Angaben des Landratsamtes auch im Herbst 2018 wieder eine Ausbildung zum Seniorenbegleiter in Lengenwang an. Die Ausbildung ist nach § 45 des Sozialgesetzbuches anerkannt. Dadurch sind die Seniorenbegleiterinnen und -begleiter berechtigt, bei einem landesrechtlich anerkannten Dienst tätig zu werden. 

Personen, die sich für die Ausbildung zum Seniorenbegleiter interessieren, können sich an die Seniorenbeauftragte des Landratsamts Ostallgäu, Christine Seiz-Göser, wenden. Sie arbeitet in der Schwabenstraße 11 in Marktoberdorf und ist unter der Telefonnummer 08342/91 14 75 oder per E-Mail an christine.seiz-goeser@lra-oal.bayern.de erreichbar.

kb

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