Heißer Sommer im Allgäu macht Hallenbädern zu schaffen

Weniger Gäste im Nesselwanger ABC-Bad

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13.500 Besucher weniger als 2017 besuchten 2018 das Alpspitz-Bade-Center in Nesselwang.

Nesselwang – „Wir haben es dem heißen Sommer zu verdanken, dass weniger Besucher in unser Bad gekommen sind“, erklärte der Geschäftsführer des Alpspitz-Bade-Centers (ABC) Nesselwang, Andre Weißenburger, in der jüngsten Sitzung des Nesselwanger Marktgemeinderats.

. Ein Minus von mehr als 13.500 Besuchern mussten die Verantwortlichen deshalb verzeichnen. „Wobei wir noch mit einem blauen Auge davongekommen sind. Andere Bäder hatten ein wesentlich deutlicheres Minus“, erklärte Weißenburger, der wenige Tage zuvor bei einer Versammlung Kollegen aus der Branche getroffen hatte. So waren in diesem Jahr etwa 195.000 Besucher in das Nesselwanger Freizeit-Bad gekommen. 

Das Minus bei den Besuchern schlägt sich auf die Erträge nieder. So erwartet die Betriebsführung ein Ergebnis von 1,528 Millionen Euro, 115.298 Euro weniger im Vergleich zu 2017. Die Aufwendungen stiegen dagegen auf 1,752 Millionen Euro, 50.407 Euro mehr im Vergleich zum vergangenen Jahr. Der Fehlbetrag je Besucher liegt damit in diesem Jahr bei 1,14 Euro. „Das beste Jahr war 2016. Da betrug das Minus lediglich sechs Cent je Besucher. 

Unser Ziel ist es die Besucherzahlen wieder deutlich zu steigern und den Erfolg damit zu steigern“, erklärte Weißenburger, bevor er auf die anstehenden Sanierungen einging. Dann nach wie vor Probleme bereitet das Blockheizkraftwerk des Bads. Nachdem 2017 mit großem Aufwand die beiden Kessel saniert wurden, macht jetzt die in die Jahre gekommene Steuerung Probleme. „Es gibt nicht mal mehr im Internet Ersatzteile dafür. Deswegen muss eine neue her“, so der Geschäftsführer.

Eine neue Steuerung für die Warmwasserversorgung und Stromerzeugung kostet etwa 60.000 Euro. Daneben steht die Sanierung der Mentalsauna im Innenbereich für 40.000 Euro und die Neugestaltung des Eingangsbereichs für 15.000 Euro an. „Der ist unsere Visitenkarte“, erklärte Weißenburger. Mit 600.000 Euro ist eine weitere Attraktion in Bad geplant: Ein neues Außenbecken soll gebaut werden. Die Gesamtinvestitionen betragen für das kommende Jahr 725.000 Euro. „Wir haben die Ausgaben konservativ angesetzt – wie die letzten Jahre auch“, merkt Weißenburger an. Am Ende segneten die Räte die vorgelegten Zahlen ab.

hoe

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