»Das passt nicht so ganz«

Neues Bettenhaus für Bio-Hotel soll nun doch wieder ein Satteldach bekommen

Das Bio-Hotel Eggensberger in Hopfen am See
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Das Bio-Hotel Eggensberger in Hopfen soll unter anderem ein neues Bettenhaus bekommen. Das geplante Pultdach fällt jedoch im Bauausschuss durch. Jetzt muss umgeplant werden.

Füssen – Die geplante Erweiterung des Bio-Hotels Eggensberger in Hopfen hat die nächste Verfahrenshürde genommen. Einstimmig billigte der Bauausschuss jetzt den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Bebele nördlich der Ringstraße“. Allerdings muss Betreiber Andreas Eggensberger im Detail umplanen: statt es von ihm vorgeschlagenen Pultdachs soll das geplante Bettenhaus ein Satteldach bekommen. Kurios daran: in der vergangenen Amtsperiode hatte sich das Gremium noch für das Pultdach ausgesprochen. 

Seit 2017 beschäftigt die Bauverwaltung die von Hotelbetreiber und CSU-Stadtrat Andreas Eggensberger geplante Erweiterung seines weit über das Ostallgäu hinaus bekannten Bio-Hotels in Hopfen. Jetzt soll unter anderem ein neues Bettenhaus mit neun Zimmern entstehen und der Eingangsbereich umgebaut werden. Dieser ist mittlerweile zu klein für ein Hotel der Vier-Sterne-Kategorie und außerdem nicht barrierefrei, wie Eggensberger gegenüber dem Kreisbote erklärte. Darüber hinaus soll der Restaurantbereich erweitert werden.

Den Weg dafür frei gemacht hat der Bauausschuss in der vergangenen Woche mit der grundsätzlichen Billigung des Entwurfs des vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Dessen Aufstellung hatte das Gremium 2017 beschlossen, da der ursprünglich 1974 aufgestellte Bebauungsplan für das Gebiet die Erweiterung nicht hergab. Dennoch muss Eggensberger Korrekturen an seinen Planungen vornehmen: anstelle des geplanten Pultdaches für das Bettenhaus wünscht sich der Ausschuss nun ein Satteldach. Vor allem Eggensbergers Stadtratskollege Martin Dopfer (Füssen-Land) störte sich an dem geplanten Flachdach für das neue Bettenhaus. „Optisch passt das nicht so ganz“, sagte er mit Blick auf die Satteldächer der anderen Gebäude.

Auch im Bauamt ist man sich der Problematik bewusst. „Die Frage haben wir uns auch schon kritisch gestellt“, erklärte Bauamtsleiter Armin Angeringer. In der Sitzungsvorlage heißt es dazu: „Die Vorhabenplanung fügt sich aus Sicht der Verwaltung im nordwestlichen Bereich im Hinblick auf die Geschossigkeit und die Dachgestaltung nicht gut in die Umgebung ein.“ Ein Satteldach verringere jedoch die Höhe des Gebäudes und somit den erforderlichen Platz für zusätzliche Zimmer, entgegnete Planer Thomas Haag.

Stadtrat und Architekt Magnus Peresson (UBL) sprach sich aber ebenfalls für ein optisch gefälligeres Satteldach aus. „Man könnte leicht ein leicht geneigtes Dach machen, ohne das Raum verloren geht“, erklärte er. „Ich würde auf dieses Geschoss ein anderes Dach setzen!“ Unterm Strich bliebe dem Bauherr dann sogar noch mehr Platz, so Peresson.

Ein Vorschlag, der das Gremium offenbar überzeugte: Unter der Voraussetzung, dass die Dachgestaltung nochmals umgeplant und in den B-Plan eingearbeitet wird, billigte der Ausschuss schließlich den Entwurf und dessen erneute öffentliche Auslegung.

Matthias Matz

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