Oberallgäuer Grenzgemeinde hat mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen

Weniger Touristen in Oy-Mittelberg

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Der Eingangsbereich des Kurhauses muss saniert werden, wurde in der Bürgerversammlung bekannt.

Oy-Mittelberg – Ein Minus von fast fünf Prozent bei den Übernachtungen und ein noch deutlicheres bei den Gästezahlen – mehr als 15 Prozent – verzeichnete Oy-Mittelberg.

Das gab jetzt Bürgermeister Theo Haslach in der Bürgerversammlung bekannt. „Unser Ziel ist es, die Zahlen wieder deutlich zu steigern“, kündigte er an. Helfen soll hierbei das Konzept eines Duftortes. Die Kernbotschaft lautet hierbei: „Es riecht gut, es schmeckt gut, es tut gut“. Oy wolle damit ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln (der Kreisbote berichtete). Mehrere Maßnahmen, die zu diesem Ziel führen sollen, wurden schon umgesetzt. So wurde ein Logo entworfen und bereits in das Ortslogo integriert sowie 31 Gastgeber mit ins Boot geholt. Im neuen Urlaubsjournal des Ortes ist das neue Konzept zudem schon enthalten. „Wir wollen das Konzept leben“, so Haslach.

Im Weiteren will die Kommune an der Grenze zwischen Ober- und Ostallgäu den Gesundheits-Tourismus weiter ausbauen. Mit dem Förderprojekt ‚KuHeMo‘ (Kurorte/Heilbäder/Moorkurbetriebe) der Bayerischen Staatsregierung wurden erste Schritte dahingehend unternommen. „2018 waren fünf Gruppen in unserem Ort und haben das Angebot genutzt. Für 2019 sind bereits weitere Buchungen eingegangen“, erläuterte Haslach die ersten Erfolge. 

Kooperationen mit verschiedenen Vertriebsplattformen wurden im Rahmen des Projekts forciert. Für die kommenden zwei Jahre werden Klimadaten für eine erweiterte Klimaanalyse gesammelt. In der Nähe des Hochbehälters Mittelberg wurde hierzu ein Mast aufgestellt, an dem die verschiedenen Parameter, unter anderem die Luftqualität, gemessen werden. „Ziel ist es, das Angebotsspektrum zu erweitern“. Die Klimadaten werden voraussichtlich ab Dezember auf der neu gestalteten und erweiterten Homepage des Ortes abrufbar sein. Mit der neuen Internetpräsenz wird der Service für Gastgeber, Vereine und Veranstalter erweitert. Eine Reduzierung des bürokratischen Aufwands soll so erreicht werden. 

Neue Ausstellung

Mit der neuen Mineralien-Ausstellung im alten Bahnhof hat sich ein Anziehungspunkt nicht nur für Touristen in Oy angesiedelt. Hier werden mehr als 3000 Exponate aus über 350 Ländern von Rainer Augsten mit zahlreichen Erklärungen zu den Fundorten präsentiert. Leerer Rottachsee „Es fehlen derzeit etwa sieben bis acht Millionen Kubikmeter Wasser im Rottachspeicher“, so der Rathauschef zu dem witterungsbedingten Niedrigwasser an dem bei Einheimischen und Gästen beliebten Stausee im Westen des Gemeindegebiets.

 Das entspricht drei Metern in der Höhe auf die 2,8 Quadratkilometer große Seefläche. Der östlich von Schwarzenberg versteckt liegende Blausee, ein Moorsee, konnte aber durch den Landschaftspflegeverband gesichert werden. Im kommenden Jahr werden geführte Wanderungen zu dem Naturkleinod angeboten.

hoe

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