Zeit zum Ankommen

Wechsel auf die Realschule: Füssener Schüler und Eltern informieren sich

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Von Füssen demnächst auf die Insel: mit Realschullehrerin Simone Guggemos-Hübner (Mitte) sind Lucie (links) und Jessica gefragte Ansprechpartnerinnen fürs geplante Projekt „Englandfahrt“.

Füssen – Erster Schultag im Schuljahr 2018/19 an der Realschule ist für die Fünftklässler Dienstag, 11. September, von 7.50 Uhr bis 10 Uhr.

„Bei uns geht das neue Schuljahr entspannt und harmlos los. Die Kinder haben Zeit, an ihrer neuen Schule anzukommen“, so Schulleiter Andreas Erl im Gespräch mit dem Kreisbote beim „Tag des offenen Schulhauses“. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde der Übergang nach vier Jahren Grundschule an eine weiterführende Schule wie die Johann-Jakob-Herkomer-Schule Füssen in seinen vielen Facetten beleuchtet. 

Die Schule, die seit zwei Jahren modernisiert wird, steht derzeit „in den Endzügen der Generalsanierung“, so Erl. Daher konnten von den Besuchern unter anderem gut ausgestattete Unterrichtsräume in den Naturwissenschaften besichtigt werden. Insgesamt 660 Schülerinnen und Schüler zählt die Johann-Jakob-Herkomer Schule in Füssen-West aktuell. Im nächsten Schuljahr könnten an gut 200 Buben und Mädchen als Fünftklässler hinzu kommen. 

Das Lehrerkollegium sei so gut aufgestellt, dass der Übergang von der Grundschule an die weiterführende Schule „in jeder Größenordnung“ bewältigt werden könne, so Schulleiter Erl. Das zweistündige Programm war mit zahlreichen Infos gespickt. Es begann in der proppevollen Schulturnhalle mit Tanz und Musik. Darauf folgte der Einführungsvortrag der Schulleitung.

Von den hunderten Erwachsenen als Begleiter der Kinder, die aufmerksam zuhörten, musste nicht alles mitgeschrieben werden. Erl wies auf die Homepage hin, die „alles Wesentliche zum Start an unserer Schule enthält“. Das erste Realschulljahr werde „stressfrei verlaufen“, versprach der Schulleiter. „Unsere Fünftklässler können hier noch Kinder bleiben. Sie werden von Tutoren betreut. Das sind ältere Schülerinnen und Schüler, die sich in erfreulich hoher Zahl für unsere Neuen ehrenamtlich einsetzen“, berichtete er.

 Über den Unterricht hinaus, der vormittags hauptsächlich von den Klassenleitern in Deutsch, Mathe und Englisch gestaltet wird, setze die Schule auf individuelle Förderung in Sport und in künstlerischen Bereichen wie Musik und Theater. 

Positive Eindrücke

Möglicherweise war das alles ein bisschen viel auf einmal für ein kleines Mädchen, das mit ihren Freundinnen „lieber zur Mittelschule wechseln will“. 

Völlig anders, und sicherlich für die Mehrheit der unzähligen kleinen Besucher sprechend, reagierte der bald zehnjährige Fabian. Der Bub fand den sich ihm hier anbietenden Lebensraum Schule „sehr nett“. Begeistert war er davon, wie sich die Biologie unter dem Motto „Der Körper des Menschen“ vorgestellt hatte. Der Saal mit „Biologie „zum Anfassen und Selbermachen“ bot dem kleinen Gast nicht das einzige tolle Erlebnis. Fabian hatte erfahren, dass er an der Schule etwas machen kann, das ihm liegt: „Kunst!“ 

"Modernste Schule"

Einen ähnlich positiven Eindruck von der „bald modernsten Schule im Landkreis“, wie Erl sagte, nahmen viele Eltern als Teilnehmer der Führungen mit nach Hause. Wie weiter zu hören war gefällt ihnen, dass soziales Miteinander mit einer Wochenstunde fest im Unterrichtsplan verankert ist und ältere, dafür qualifizierte Schüler selbst als Schlichter im Fall einer kleineren Auseinandersetzung die Ansprechpartner der davon betroffenen Mitschüler sind. 

Die persönliche Entscheidung mit Blick auf den nächsten großen Schritt in der schulischen Laufbahn des eigenen Kindes will zum Beispiel Veronika Rölle, Mutter von zwei alten Mädchen, nicht treffen, bevor sie einen anderen Tag der offenen Tür besucht hat: Das Gymnasium Füssen lädt am heutigen Mittwoch, 18. April, ab 17 Uhr ebenfalls zu einer Info-Tour ein. Nach der „offenen Realschule“, deren Sanierung in die Endphase geht, ist auch dieser Termin bereits in Rölles Kalender vermerkt. „Wir schauen uns beides an“, erklärte sie. 

An der Realschule zugelassen werden können Bewerber mit einem Notenschnitt von 2,66 oder besser. Für die anderen Bewerber wird die Teilnahme am „Probeunterricht“ angeboten (mit Test und mündlicher Prüfung). Als „Schnuppernachmittag“ hat die Realschule Montag, 23. Juli, festgelegt und lädt hierzu ein. Was die „Inklusion“ betreffe, sollten sich Eltern frühzeitig an die Schulleitung wenden.

cf

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