Neujahrsempfang der Genossen im Luitpoldpark

Füssener SPD mit Selbstvertrauen und guter Laune

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Nach der Fragerunde überreicht Moderatorin Brigitte Protschka (Mitte) den Kandidaten jeweils ein Buch mit den bezeichnenden Titeln „Unter Wölfen“ für Erich Nieberle und „Alles ist möglich“ an Ilona Deckwerth.

Füssen – Im Vordergrund des Neujahrsempfangs der SPD im Hotel „Luitpoldpark“ am Samstag stand eine Fragerunde, bei der die Landratskandidatin Ilona Deckwerth und der SPD-Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in Füssen, Erich Nieberle, ihre Ziele für die nächsten sechs Jahre in der Kommunalpolitik darlegten.

Die Moderation der Runde hatte Brigitte Protschka übernommen. Schaffung von Wohnraum, Umsetzung in den Bereichen Naturschutz und Umweltschutz, das Problem Verkehr, Umgang mit der Jugend und natürlich die Sparte Tourismus – das waren die Themen, um die sich die Interviews vor allem drehten. 

Beide Kandidaten machten bei der Befragung durch Protschka deutlich, dass sich die Lebensqualität der Bevölkerung durch den Tourismus nicht nachhaltig verschlechtern sollte. Dies zu erreichen, bedeutet laut Nieberle die Reduktion des innerstädtischen Individualverkehrs per Pkw, sichere und durchgehende Radwege sowie die Optimierung des ÖPNV. 

Rund 30 Gäste folgen den Ausführungen der beiden Kandidaten, die bei der Vorstellungsrunde mit Moderatorin Brigitte Protschka Frage und Antwort standen.

Ähnlich sah dies auch Deckwerth auf Landkreisebene, wobei sie neben ÖPNV auch auf Ruftaxis und einen Ausbau der Buslinien setzt. Der knappe Wohnraum in der Stadt war ein weiteres Thema, bei dem Bürgermeister-Kandidat Nieberle eine Teillösung durch Gründung einer eigenständigen Städtischen Wohnungsgesellschaft sieht – jedoch in Zusammenarbeit und in Abstimmung mit dem Siedlungswerk. 

Darüber hinaus gelte es, die umstrittene Umnutzung von Wohnraum in Ferienwohnungen einzudämmen. Daher regte der Kandidat an, dass man vielleicht den umgekehrten Weg gehen sollte, und Ferienwohnungen in Wohnraum um zu nutzen attraktiver gestalten sollte. 

Mehr Familienzentren 

Deckwerth kann sich indes vorstellen, dass der Landkreis beim Bau von Sozialwohnungen den Grunderwerb fördern könnte und die bestehenden Wohnungsgenossenschaften unterstützt.

 „Was sind die Pläne, was kann und muss die Stadt als die vordringlichsten Aufgaben für die nächsten Jahre erledigen?“, fragte Moderatorin Protschka den Bürgermeisterkandidaten außerdem. Mit an vorderster Stelle steht nach dessen Dafürhalten die Ausschöpfung des Digitalisierungspakets für Grund- und Mittelschulen, deren Sanierung sowie das Andenken neuer pädagogische Konzepte. 

Wichtig sei zudem die Erhaltung bzw. der Ausbau des Familienforums, wobei hier auch die Landkreisförderung gefragt ist. Hinsichtlich der Digitalisierung kündigte an Deckwerth an, eine Offensive für die Landkreisschulen in die Wege leiten und die Zahl der Familienzentren im Landkreis zu erhöhen.

 Die Jugend stärken

 Im Jugendbereich hält Landrats-Kandidatin Deckwerth eine Verstärkung der Jugendsozialarbeit an den Schulen für dringend notwendig. Ihr Ziel wäre es auch, die vor einiger Zeit aufgelassene Heilpädagogische Tagesstätte (HPT) wieder in Füssen zu installieren. 

Nieberle kann sich zudem vorstellen, dass sich in Füssen ein Jugendparlament bildet. Jugendlichen sollte die Möglichkeit gegeben werden, Kommunalpolitik zu üben, argumentierte er. „Das soll aber nicht aufdoktriniert werden, sondern der Wunsch sollte aus der Jugend herauskommen“, erklärte der Kandidat. 

Anschließend hatten die anwesenden Gäste im „Luitpoldpark“-Hotel noch die Gelegenheit, sich mit den beiden Kandidaten persönlich auszutauschen. Im Laufe der Gespräche kristallisierte sich schnell heraus, dass es bei der Füssener SPD eine positive Stimmung gibt, Selbstvertrauen und gute Laune inklusive – nach dem Motto: „Die Sozis sind bereit, Zukunftsaufgaben auf kommunaler Ebene zu übernehmen.“

ed

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