100 Jahre Außerfernbahn

Großer Bahnhof im wahrsten Sinne des Wortes bei der Einfahrt des nostalgischen Zugespanns aus Garmisch-Partenkirchen. Foto: ed

Reutte – Turbulent ging es am Sonntag beim Bahnhof Reutte zu: Mit einem Jubiläumsfest fanden die Feierlichkeiten „100 Jahre Außerfernbahn“ ihren Abschluss. Viele Eisenbahnliebhaber nutzten die Gelegenheit, um eine Nostalgielokomotiven zu fotografieren und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Die Bürgermusikkapelle Reutte spielte auf dem Bahnsteig zur Einfahrt der aus Garmisch-Partenkirchen kommenden Nostalgielok E94 mit den angehängten und ebenfalls nostalgischen grünen Spantenwaggons. Dazu erwartete eine große Menschenmenge die Fahrgäste und nahm anschließend die Chance war, sich die Wagen von innen zu betrachten und so manch einer staunte über die damals doch eher „einfache“ Ausstattung. 

Neugierig wurden die ausgestellten Lokomotiven von manchen bis ins Detail fotografiert und große Beachtung fand die vorgestellte Zuggarnitur der DB-Baureihe 2442 „Talent2“, die ab Dezember 2013 im Stundentakt auf der Strecke der Außerfernbahn eingesetzt wird. Diese neuen „Teilniederflurtriebwagen“ läuten sozusagen den modernen und zukunftsorientierten Personenverkehr ein. 

Beim vorangegangenen Festakt am Samstagabend in der Wirtschaftskammer Reutte hoben die Festredner, unter ihnen die Bürgermeister Luis Oberer aus Reutte und Thomas Schmid aus Garmisch-Partenkirchen, die Wichtigkeit der Bahn für die Infrastruktur der Region hervor. Sie werteten es als Glücksfall, dass die im Jahr 2000 drohende Stilllegung abgewendet werden konnte. Dafür gelte allen Verantwortlichen für ihr Engagement aufrichtiger Dank. „Die Marktgemeinde Reutte hat besonders vom Erhalt profitiert, ist sie doch Nahverkehrsscheibe und steigert die Attraktivität der Region“, so Oberer. 

Dr. Bernd Rosenbusch von der DB Regio Bayern bemerkte, dass es vorrangig sein müsse, sich als Region zu vernetzen, um durch die Infrastruktur der Region touristischen und wirtschaftlichen Aufschwung zu forcieren. 

Abschließend ließ Günter Denoth, Leiter des Verkehrsarchivs Tirol, in einer PowerPoint Präsentation „100 Jahre Außerfernbahn“ Revue passieren. „Es hat damals Visionäre gebraucht, die die Bahnlinie bauten und es braucht heute Visionäre, die die Bahn auf modernem Niveau erhalten“, so sein Credo. ed

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