Bundespolizei nimmt Iraner fest

Afrikaner eingeschleust

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Die Bundespolizei bewies am Füssener Grenztunnel einmal mehr den richtigen Riecher.

Füssen – Ein Italiener soll am Samstag zwei Afrikaner illegal nach Deutschland gefahren haben. Das berichtet die Polizei.

Die drei gerieten demnach am Samstag in eine Grenzkontrolle der Bundespolizei auf der A7 bei Füssen. Hier war ebenfalls die Weiterfahrt für einen 50-jährigen Iraner beendet. Gegen ihn lag ein Haftbefehl vor. 

Am Nachmittag überprüften Bundespolizisten am Grenztunnel bei Füssen zunächst die Insassen eines Wagens mit italienischen Kennzeichen. Am Steuer saß ein 43-jähriger Italiener. Er konnte sich im Gegensatz zu seinen beiden Mitfahrern ordnungsgemäß ausweisen. Die beiden Nigerianer im Alter von 20 und 25 Jahren gaben an, bereits in Bozen zugestiegen zu sein. Alle drei Personen nahmen die Beamten wegen des Verdachts einer Schleusung beziehungsweise der unerlaubten Einreise fest. 

Der Fahrer musste auf richterliche Anordnung hin zur Sicherung des Strafverfahrens 2100 Euro hinterlegen. Anschließend durfte er die Dienststelle der Bundespolizei wieder verlassen. 

Seinen beiden Begleitern wurde die Einreise verweigert, da es ihnen nach Angaben der Polizei offenbar nicht auf Schutz in der Bundesrepublik ankam. Die Beamten übergaben sie den österreichischen Behörden. 

Auch für einen Iraner war die Reise nach der Grenzkontrolle in Füssen zunächst beendet. Wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie unerlaubten Aufenthalts war der 50-Jährige zu Geldstrafen von insgesamt rund 1700 Euro verurteilt worden. 

Da er den Betrag nicht aufbringen konnte, musste er den Beamten zunächst ins Bundespolizeirevier nach Kempten folgen. Dort gelang es ihm, das Geld zu beschaffen und die Justizschulden zu begleichen. Danach durfte er die Fahrt gemeinsam mit seiner wartenden Familie fortsetzen.

kb

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