Bauherr stellt Pläne im Gemeinderat vor

Im Herbst rollen in Reutte die Bagger an

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So soll das geplante Hotel auf dem Gelände der ehemaligen Textilwerke einmal aussehen. Baubeginn soll nach langer Anlaufphase nun im Herbst sein.

Reutte – Noch heuer im Herbst soll der Startschuss für den Bau eines Vier-Sterne-Hotels in Reutte fallen. Das gab der Bauherr vergangene Woche im Gemeinderat bekannt.

„Vier-Sterne-Feeling zum Drei-Sterne-Preis zahlen“, ist eines der Schlagworte der Unterländer Firma Arcus Bauerrichtungs GmbH, die auf einem Gelände der ehemaligen Textilwerke Reutte beabsichtigt, einen Hotelkomplex und einen Abschnitt mit Residenzen zu errichten. Seit dieser Willenskundgebung 2015 und dem Abschluss der Verträge ist nun allerdings schon viel Wasser dem Lech hinunter geflossen. Bei Entscheidungsträgern der Marktgemeinde tauchten bereits Zweifel ob der Seriosität der handelnden Personen auf.

Manuel Geiger, Geschäftsführer der Firma Arcus, skizziert den geplanten Neubau vor dem Gemeinderat.

Jetzt nimmt das Vorhaben nach Zeitverzögerungen scheinbar aber konkrete Formen an. Der Baustart soll noch im Herbst 2019 erfolgen, ließ auf jeden Fall Manuel Geiger, Geschäftsführer der Firma Arcus, bei der letzten Gemeinderatssitzung wissen. Alpin, traditionell, authentisch, so skizzierte Geiger die geplante Atmosphäre des Haus, das Freizeit- und Geschäftsreisenden ein Domizil bieten soll. 

Insgesamt 75 Zimmer und 39 Gästesuiten, ein großer Frühstücksraum, eine Lobby, Konferenz- und Veranstaltungsraum sowie ein kleiner Wellnessbereich sollen auf drei Stockwerken Platz finden. Auf dem knapp 2600 Quadratmeter großen Grundstück in Lechnähe werden zusätzlich 16 Residenzen entstehen, die zum Verkauf angeboten werden.

Grüne Energie

Bei der Energieversorgung setzt der Bauherr auf umweltfreundliche Alternativen mit Wärmepumpen, Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen. Die anfängliche Skepsis einiger Gemeinderäte, man würde nur die Residenzen bauen, diese dann teuer verkaufen, und das Hotel hintanstellen, konnte Geschäftsführer Geiger zerstreuen. Es gelte lediglich – wie bei Projekten dieser Größe üblich – das Eigenkapital durch den Verkauf der Residenzen aufzustocken. 9,5 Millionen Euro sind nach derzeitigem Stand veranschlagt. Für das Projekt gibt es einen rechtskräftigen Baubescheid. Der Baubeginn stehe kurz bevor.

niko

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