Die SPD stellt Dr. Paul Wengert wieder für den Landtag auf

Josef Fleschutz (rechts) und Brigitte Protschka leiteten im Luitpoldpark-Hotel Füssen die Stimmkreiskonferenz 711 Marktoberdorf. Erich Nieberle (2. von rechts) aus Marktoberdorf wurde als Kandidat für den Bezirkstag gewählt. Dr. Paul Wengert soll, wie schon 2008, in den Landtag einziehen. Foto: Friedrich

Füssen – Dr. Paul Wengert für den Landtag und Erich Nieberle für den Bezirkstag – diese beiden Kandidaten hat die SPD-Stimmkreiskonferenz für die Wahlen im kommenden Jahr nominiert. Beide erhielten von den Genossen im Füssener Luitpoldpark-Hotel einstimmig Rückenwind. 

Die Konferenz dauerte drei Stunden und diente darüber hinaus dazu, dass sich mit Georg Waldmann und Armin Martin zwei SPDler vorstellten, die der Unterbezirk zur Schwaben-Konferenz entsendet. Für diese „wichtige Versammlung die Anfang 2013 stattfindet, sind Waldmann und Martin gute Kandidaten, die sich dort für unseren Stimmkreis zur Wahlen stellen“, sagte Vorsitzender Hans Grapenthin gegenüber dem KREISBOTEN. Waldmann arbeitet als Lehrer und Internatsleiter am Gymnasium Hohenschwangau. Martin wies auf seine Funktion als Personalratsvorsitzender in  Marktoberdorf hin.   

Brigitte Protschka leitete auf Grapenthins Vorschlag den ersten Teil der Tagung mit sieben Punkten. Mit starkem Beifall wurde hier der Kassenbericht von Helga Manthey aufgenommen. Sie konnte darlegen: „Die Bilanz ist ausgeglichen.“ Auf Antrag wurde der Vorstand daraufhin entlastet. Bei den Neuwahlen durfte sich Vorsitzender Hans Grapenthin mit allen anderen Mitgliedern des Gremiums über die - meist ohne Gegenstimme erfolgte - Bestätigung im jeweiligen Amt freuen. 

Josef Fleschutz übernahm den zweiten Teil der Konferenz. Im Mittelpunkt stand die Aufstellung der Stimmkreiskandidaten. Wengert und Nieberle blieben dabei ohne Gegenkandidaten. Sie wussten nach der Auszählung: die Basis steht geschlossen hinter ihnen. Vom Füssener Tagungsraum ging der Blick in die deutsche Hauptstadt und in die Metropole des Freistaats. Hier werden der Ton immer schärfer, berichtete Wengert. 

Bayerns SPD mit dem Spitzenkandidaten Christian Ude sei derzeit mit Blick auf die Wahlen „mit Recht optimistisch“, so Wengert gegenüber den Delegierten aus Pfronten, Marktoberdorf und andernorts. 

„Wir wollen den Wechsel in Berlin und München.“ Die SPD könne die Gerechtigkeitsdefizite beseitigen. „Die Chancen stehen gut. Wir setzen in Bayern auf Sieg“, so Wengert. Zuvor berichtete der Landtags-

abgeordnete über seine Aktivitäten in Ausschüssen und Beiräten. Wengert ist im Maximilianeum München Mitglied des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen. Er ist darüber hinaus als Tourismuspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion tätig. Über ein solches Einsatzspektrum für die Partei konnte Erich Nieberle natürlich nicht berichten, dessen Ziel der Bezirkstag ist. Der Diplom-Sozialpädagoge (FH), der das gleiche Ergebnis wie zuvor Wengert erreichte, trat erst 2009 der SPD bei. Im Ortsverein Marktoberdorf machte er schnell Karriere. Niebler wurde 2010 Vorstandsmitglied 2012 stieg er hier zum stellvertretenden Vorsitzenden auf. 

Gut bekannt in der Region ist er allerdings  schon seit dem Jahr 1990: als Geschäftsführer des Kreisjugendrings Ostallgäu. „Zuvor habe ich im Sozialdienst in der Werkstatt in der Herzogsägmühle gearbeitet.“ Daher sieht Nieberle seine politischen Schwerpunkte darin, für junge Leute im Allgäu bessere Rahmenbedingungen  zu schaffen. „Das gilt auch für behinderte Menschen“, so Nieberle. Er mache sich für „Inklusion“ stark.  

Bei den in Füssen gewählten Delegierten und Ersatzdelegierten der Sozialdemokraten zeigten auch andere frische Gesichter die Bereitschaft für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf- und Familie einzutreten, für mehr Lohn- und Steuergerechtigkeit zu kämpfen und die notwendige Energiewende mitzugestalten.  Wichtig aus Sicht der regionalen SPD sei der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, wie Wengert noch betonte. cf

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