Nur wenige kommen am Samstag zur Demonstration für mehr Klimaschutz

Klima-Demo in Füssen: Der große Ansturm bleibt aus

Klima-Demo in Füssen
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Klare Haltung gezeigt: Michelle Derbach (links) und ihre Mitstreiter der „Fridays for Future“-Bewegung bei ihrer jüngsten Kundgebung für den Klimaschutz.Foto: Berndt
  • vonAlexander Berndt
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Füssen – „Ein bisschen enttäuscht“ war Michelle Derbach dann doch. Ihrem Aufruf, am „Tag der Umwelt“ mit einer Menschenkette für den Klimaschutz zu demonstrieren, schlossen sich nur wenige Interessierte an. Die, die gekommen waren, setzten dennoch ein Zeichen gegen den Klimawandel.

Fest entschlossen, dafür zu kämpfen, dass die Region und die Lechstadt spätestens 2035 „klimaneutral“ sind, führte die in Vils lebende 17-Jährige dann statt der Menschenkette eine kleine Gruppe von knapp zehn Demonstranten und Aktivisten vom Rathaus aus durch die Reichenstraße und wieder zurück. Dort endete die Kundgebung nach rund einer halben Stunde ungefähr 60 Minuten früher als geplant.

Die seit etwa einem halben Jahr parteipolitisch bei den Grünen beheimatete Organisatorin der „Fridays for Future“-Ortsgruppen Füssen/Pfronten und Reutte hatte sich eigentlich vorgenommen, vor dem Füssener Rathaus eine möglichst lange Menschenkette bis weit in die Fußgängerzone mit ihren zahlreichen Passanten zu bilden. Auf diese Weise wollten Derbach und ihre Mitstreiter, zu denen auch ihr Vater Frank zählte, verdeutlichen, dass „es eigentlich schon zu spät ist“, alle Ziele zur Rettung des Weltklimas zu erreichen.

Deswegen hatte die Schülerin und Nachwuchspolitikerin bewusst die symbolische Uhrzeit 12.12 Uhr für den Beginn der Demo gewählt. Mit den Worten „Klimaschutz ist Menschenschutz, Klimaschutz ist Zukunft“ unterstrich sie bei ihrer kleinen Prozession durch die Reichenstraße die Hauptforderung der Demonstranten nach „Klimaneutralität bis 2035“ für die heimische Region.

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