Stabwechsel beim Gebirgsaufklärungsbataillon 230

Oberstleutnant Bertram folgt auf Paare

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Feierliche Kommando-Übergabe: Oberst Eichesldörfer (Mitte) mit Paare (links) und dessen Nachfolger Bertram als Kommandeur der Füssener Gebirgsjäger.

Füssen – Nach rund drei Jahren an der Spitze des Gebirgsaufklärungsbataillions 230 wechselt Oberstleutnant Marc Paare zum Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam.

Am vergangenen Freitag erfolgte seine Verabschiedung im Rahmen eines feierlichen Übergabeappells an seinen Nachfolger Oberstleutnant Michael Bertram. Bertram, Jahrgang 1973, stammt aus Hannover. Der neue Kommandeur wechselt aus Berlin, wo er beim Bundesverteidigungsministerium als Referent für „Strategie und Einsatz“ tätig war, an den Lech.

Paares Nachfolger verfügt mit seinen 46 Jahren bereits über Erfahrung aus drei Auslandseinsätzen. Er war 2008 in Bosnien und zwei Mal in Afghanistan (2006/7 und 2012). Der neue Kommandeur der Füssener Gebirgsaufklärer ist verheiratet und Vater eines 12 Jahre alten Sohnes. In Füssen vorgestellt wurde er von seinem Vorgesetzten als „Soldat mit einer Bilderbuchkarriere“. 

Der Kontakt zwischen den in der Allgäu Kaserne stationierten Soldaten zu den Füssener Bürgern ist traditionell gut. So war eine große Besucherschar der Einladung zum Übergabeappell gefolgt. Nachdem die reservierten Plätze eingenommen waren, kündigte eine Sprecherin den Einmarsch der Kompanien und der Ehrenformation mit den Truppenfahnen an. Die Ansprache zum Kommandowechsel, der musikalisch vom Gebirgsmusikkorps aus Garmisch begleitetet wurde, hielt der stellvertretende Brigadekommandeur Oberst Peter Eichelsdörfer. 

Der Oberst zeichnete den bisherigen Kommandeur Paare mit der Ehrennadel der Gebirgsjägerbrigade 23 aus. Bevor der scheidende Oberstleutnant Paare mit seiner Lebensgefährtin stehend salutierend in einem Transportpanzer „Fuchs“ vom Paradeplatz der Allgäu-Kaserne gefahren wurde, wies er in seiner Abschiedsrede auf das hohe Berufsrisiko im Soldatenberuf hin. „Leider ist es mir nicht gelungen, alle heil aus Mali wieder nach Hause zu bringen“, sagte er. 

Beim durch einen technischen Defekt bedingten Absturz eines Hubschraubers waren 2017 bekanntlich zwei Soldaten in dem afrikanischen Land tödlich verunglückt. In guter Erinnerung bleibe ihm dagegen die alltäglichen Begegnungen mit jungen Afrikanern, so Oberstleutnant Paare. „Wenn ich an das Lachen der Kinder denke und daran, dass sie durch uns friedlich aufwachsen können, dann weiß ich, wofür ich das mache“, blickte der Offizier auf den Auslandseinsatz in Afrika zurück. 

Eindringlicher Appell

An die in Füssen verbleibenden Kameraden seiner nun ehemaligen Einheit richtete er den Appell, sich im Dienst weiterhin vorbildlich zu verhalten und sich als Team zu verstehen. „Wenn wir gebraucht werden, sind wir da und unterstützen professionell“, so sein Leitsatz als Kommandeur. Teilgenommen am feierlichen Übergabeappell haben auch verschiedene Reservisten-Kameradschaften aus der heimischen Region und die Böllerschützen. Im Anschluss an den Appell fand außerdem noch ein kleiner Stehempfang statt.

cf

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