Skizentrum: ÖDP will kleine Lösung

Einen Eindruck von den touristischen Einrichtungen im Ostallgäu verschaffte sich ÖDP-Bundesvorsitzender Sebastian Frankenberger (rechts) in Begleitung der ÖDP-Kreitagskandidaten Bernhard Hartmann (v.r.), Georg Hofer, Stephanie Zeller, Roland Wagner, Otto Schrägle, Spitzenkandidat Roland Brunhuber und Renate Marek (nicht im Bild). Foto: Knoll

Pfronten – Der Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen-Partei (ÖDP), Sebastian Frankenberger, war am Montag zu Gast im Ostallgäu, um sich ein Bild von den touristischen Einrichtungen zu machen. Mit einigen ÖDP-Kreistagskandidaten schaute er sich unter anderem das Skizentrum Pfronten an.

Beim sanften Tourismus sei das Ostallgäu eine Vorreiterregion, so Frankenberger. Vor allem die Wandertrilogie gefiel dem ÖDP-Bundesvorsitzenden gut. Auch bei der Reduzierung des Flächenfraßes sei die Region Spitzenreiter. „Gute Ansätze sind da, aber ich glaube, es kann noch weiter vorwärts gedacht werden“, meinte Frankenberger. Er appellierte den Lebensstandard zu entrümpeln und auf das Wesentliche zu reduzieren. Denn solche Touristen, die die unverfälschte Natur schätzen, bleiben länger und sind auch bereit mehr Geld auszugeben, ist er sich sicher. So könnten Familien beispielsweise beim Urlaub auf dem Bauernhof versuchen selbst Butter herzustellen oder eine Forellenzucht besuchen anstatt in den Klettergarten zu gehen oder an der Zipline einen Berg hinunterzurasen. „Aber dafür braucht man das Bewusstsein, eine Vision und dafür muss der Landrat sorgen“, sagte der ÖDP-Bundesvorsitzende. 

Auch gegen das „Wettrüsten“ einzelner Ortschaften bei den Freizeiteinrichtungen sprach er sich aus. Nur kurzfristig würden solche Großprojekte wie die Zipline in Nesselwang funktionieren, waren sich die Versammelten einig, denn langfristig würden sie von anderen Einrichtungen übertroffen werden. Deshalb bekomme man die Investitionen, die dabei getätigt werden, nie wieder rein. Die Ortschaften sollten darum bei größeren Projekten zusammenarbeiten. Die Königscard gehe da schon in die richtige Richtung. 

Wie zukünftig allerdings der Wintertourismus ausschauen soll, da gebe es bundesweit noch keine konkreten Visionen, so Frankenberger. Denn er ist sich sicher, „in 20 Jahren wird man hier nicht mehr Langlaufen können“. Und den Einsatz von Schneekanonen lehnt die ÖDP wegen des Eingriffs in die Natur, des Wasserverbrauchs und der geringeren Wasseraufnahme des Bodens grundsätzlich ab. Die Haltung vertritt die Partei auch beim Skizentrum Pfronten. Da eine Schließung „von heute auf morgen einen großen Einbruch im Tourismus“ bedeuten würde, so der ÖDP-Kreisvorsitzende und Spitzenkandidat Roland Brunhuber aus Pfronten, würde das keinen Sinn machen. Deshalb soll eine kleine Lösung her. Denn man könne davon ausgehen, dass in 20 Jahren hier kein Skitourismus mehr möglich sein wird, ist auch er überzeugt. kk

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