Neue Erlebnisbrücke eingeweiht

Brückenschlag

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Freuen sich über die Eröffnung der neuen Erlebnisbrücke: Nesselwangs Kämmerer Martin Keller (v.l.), Pfarrer Heribert Stiegler, Pfarrer Fritz Thum, Leader-Manager Ethelbert Babl, Bürgermeister Franz Erhart, Bürgermeister Theo Haslach und Ivonne Dischler.

Nesselwang/Oy-Mittelberg – Die heimische Region hat einen weiteren Schritt zum „Radl-Eldorado“ gemacht: Am Mittwoch weihten die beiden Bürgermeister Franz Erhart (Nesselwang) und Theo Haslach (Oy-Mittelbach) die neue „Erlebnisbrücke Wertachschlucht“ auf dem neuen Fernradweg Wertach offiziell ein.

„Ich denke, das hat's noch nie gegeben. Alle Vertreter der beteiligten Ämter und Behörden sind zu Fuß da“, so Franz Erhart bei der kleinen Feier. „Mit dem Bauwerk ist ein Brückenschlag zwischen Nesselwang und Oy gelungen“. 

Die Brücke sei ein Vorzeigeprojekt in der Region, die mittlerweile mit dem Bodensee-Königssee-Radweg und jetzt dem Fernradweg Wertach zum Radl-Eldorado geworden ist, so Erhart weiter. „Für uns war wichtig: Wertach erleben. Die Wertach hat vier Gesichter. Im oberen Teil bis zum Grüntensee, die wilde Wertach. Hier im Wertachtal die naturnahe Wertach. Ab Marktoberdorf die gezähmte Wertach und im weiteren Verlauf die regulierte Wertach“, so der Bürgermeister von Oy, Theo Haslach. Sie verbindet die beiden Gemeinden und die Landkreise Ost- und Oberallgäu, merkte Haslach an. Er dankte den beteiligten Behörden für die gute Zusammenarbeit und Nesselwangs Kämmerer Martin Keller, über den alle vorbereitenden Maßnahmen gelaufen sind. „Ausgerechnet am Nesselwanger Viehscheidtag wurde die Brücke eingeflogen. So haben's gar nicht so viele mitgekriegt“, schmunzelte Haslach. 

Der LEADER-Manager am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten, Ethelbert Babl, unterstrich die Bedeutung des Programms für die Landkreise und Kommunen als Brückenprogramm. „Aber von den 350 Projekten in den letzten zehn Jahren sind lediglich drei Brücken dabei“, so Babl. „Das Wertachtal ist auch ein Brutplatz für den seltenen Schwarzstorch. Der nistet nicht wie sein Artgenosse, der Weißstorch, auf Kirchtürmen. Er zieht sich zurück“, so der Hobby-Ornithologe Babl. Der Fernradweg Wertach von Oberjoch bis Augsburg und damit auch die Brücke seien ein Bestandteil des Projekts „Wertach erleben“, so der Leader-Manager weiter. 

Die gesamten Baukosten von etwa 125.000 Euro wurden mit 60 Prozent aus dem Leader-Plus-Programm gefördert, da zwei Landkreise beteiligt sind. Die federführende Region in dem Konzept „Fernradweg Wertach“ ist das Ostallgäu mit der Lokalen Aktionsgruppe (LAG). Heiko Gansloser, der Regionalmanager LAG Ostallgäu, hob die Bedeutung des Projekts hervor, das über mehrere Landkreisgrenzen geht. „Vier LAG's sind an dem Projekt beteiligt“, so Gansloser. Er wünschte den beiden Kommunen und insbesondere den Leiterinnen der Tourist-Informationen, Ivonne Dischler (Nesselwang) und Gabriele Postner (Oy-Mittelberg), viele Besucher und Radler. 

Der katholische Pfarrer der Marktgemeinde, Heribert Stiegler, und sein evangelischer Amtskollege aus Oy-Mittelberg, Fritz Thum, baten um den kirchlichen Segen für das Bauwerk. Die Zimmerer der ausführenden Baufirma Schmid brachten den Richtbaum an der neuen Brücke an und verlasen den traditionellen Richtspruch. Den anwesenden Behördenvertretern wurde im Anschluss noch ein ehemaliges Kohlebergwerk der Bärenbrauerei Nesselwang, in dem von 1919 bis 1923 Pechkohle abgebaut wurde, gezeigt. Ende 1923 wurde der Abbau wegen der zu geringen Rentabilität eingestellt.

hoe

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